aktualisiert:
30.05.2014
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Letzte Bearbeitung: 27.02.2014 |
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| Begriffserklärungen |
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| Ackerbürger | Ein hauptgewerblicher Bauer, der als freier Bürger in einer Stadt lebte und die dortigen Bürgerrechte besaß. Seine Ländereien lagen meist in der städtischen Feldmark. Ein in der Stadt lebender Bauer ohne Bürgerrechte zählte nicht zu den Ackerbürgern, sondern war weiterhin direkt seinem Lehnsherren unterstellt. | |
| Bede | (Urbede, Herbstbede, ...) Eine übliche direkte Steuer (seit dem 13.Jahrhndert), die der Landesherr von bäuerlichem und bürgerlichem Grundbesitz erhob. Der Begriff wird heute nicht mehr benutzt. Nach Ende der Feudalherrschaft wurde die Bede durch moderne Steuerformen abgelöst, z.B. die Grundsteuer. | |
| Cichorie | Alte Schreibweise. Siehe unter Zichorie. | |
| Hufe | Hufe ist ein altdeutsches Flächenmaß, das sich von "Hof "ableitet. Es umfasste eine Fläche, die benötigt wurde, um eine Bauernfamilie zu ernähren. Je nach Landschaft war diese Fläche unterschiedlich groß. Die Hufe umfasste in der Regel den eigentlichen Hof, die Acker oder Weidefläche und ein Stück Wald, der für Brennholz und die Gerätschaften benötigt wurde. Meist war die Hufe ein langgestreckter Landstreifen, dessen Hof an einer Straße lag, der Wald am hinteren Ende. Durch Vererbung und Mitgiften kam es häufig zu Zerstückelungen der Hufen. Es entstanden 3/4, 1/2 und 1/4 Hufen. Die Hufe war auch eine feste Steuergröße, auf die bestimmte Abgaben in Form von Geld oder Naturalien an den Lehnsherren gingen. Die Hufengrößen beliefen sich im preußisch-sächsischen Raum auf zwischen 12 und 20 Hektar. Ab 1813 gab es in Preußen als Flächenmaß offiziell nur noch Hektar und Ar. | |
| Kufe |
Die Kufe ( auch Kuppe oder Kupe) war ein deutsches Volumenmaß für Bier, abgeleitet vom gleichnamigen Behälter. Das Maß war regional unterschiedlich: Dresden: 1 Kufe = 2 Fass = 785,97 Liter Leipzig: 1 Kufe = 2 Fass = 8 Tonnen = 721,944 Liter |
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| Kufenpfennig | Eine Abgabe (Steuer) auf den Bierverkauf. | |
| Ökonom | Alte Bezeichnung für Landwirt. | |
| Rendant |
Bezeichnete früher einen Rechnungsführer in größeren Kirchengemeinden oder Gemeindeverbänden. Heute würde man sagen: Kassenwart, Kassenführer, Kämmerer. |
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| Zichorie | Die Zichorie (Wegwarte) ist eine Pflanze aus deren Wurzel durch Röstung ein Ersatzkaffee hergestellt wurde. Verwendet wurde hauptsächlich die Wurzelzichorie. Zunächst wurde dieser Ersatzkaffee dem Bohnenkaffee zugesetzt, um diesem mehr Farbe und Bitterstoffe zu verleihen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie auch allein als Ersatzkaffee verwendet, da er für die wachsende Bevölkerung erschwinglich war. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Zichorie, gefördert durch den preußischen Staat, weit verbreitet angebaut. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts spielte sie wirtschaftliche keine Rolle mehr. | |
| Zichoriendarre | Betrieb zur fabrikmäßigen Verarbeitung und Trocknung (darren) der Zichorie. Mit der Industrialisierung kamen hier auch Dampfmaschinen zum Einsatz. Die Z. waren die ersten Industriebetriebe in Sudenburg. | |
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