Die Industriegeschichte Sudenburgs

Firmenblatt: Bearbeitungsstand: 14.11.2019

Max Dürre, Chemische Fabrik

(ab ca. 1920: F. C. Wilhelm Schmidt jr.)

Firmendaten:

Gründung - Ende: vor 1874 - ca. 1920
Gründer: Max Dürre (* ????, † ????)
Standort(e): Halberstädter Straße 81 , zurückliegendes Grundstücksteil zwischen Drenckmann, Polte und Frisch, an der heutigen Hakeborner Straße.
Produkt(e): Chemische Erzeugnisse, genaueres noch unbekannt.
Bemerkungen: Die Fabrik ist noch ein ziemlich weißes Blatt in der Sudenburger Geschichte.
Obwohl die chemische Fabrik (Max Dürre und später Schmidt) über 70 Jahre bestand, ist mir aktuell nicht bekannt, was dort hergestellt wurde. 
Berg & Klaue Werbeanzeige 1922
Firmenstempel von 1874.
[Bildquelle: Ulf Kassebaum, Dessau]

Firmenchronik:

Jahr: Ereignis:
vor 1874 Firmengründung.
1879 Einträge im Mitgliederverzeichnis von 1879 des Vereins Deutscher Ingenieure:[1]
"Dr. Max Dürre, Chemiker und Fabrikant in Sudenburg" (Eintrag 1879-1887)
"Ziomczynski, Chemiker in der chemischen Fabrik von Dr. Dürre in Sudenburg" (Eintrag 1879-1881)
1888 Einträge im Mitgliederverzeichnis von 1888 des Vereins Deutscher Ingenieure:[1]
"Dr. Max Dürre, Stadtrath, Chemiker und Fabrikant in Sudenburg" (Eintrag 1888-1897)
1897 Volksstimme 1897-157, Donnerstag, 08.07.1897:
Neueste Nachrichten.
"Magdeburg. Von den 4 Heizern der Chemischen Fabrik in Sudenburg stellen 3 eine Lohnforderung. Sie wurde abgelehnt. Ein Heizer wurde entlassen, zwei weitere hören am Freitag mit arbeiten auf. Die Heizer werden gebeten, sich mit den drei Kollegen solidarisch zu erklären. Wird Zuzug vermieden, steht ein Erfolg in Aussicht."
1898 Einträge im Mitgliederverzeichnis von 1898 des Vereins Deutscher Ingenieure:[1]
"Frahm, H., Direktor der Chem. Fabrik M. Dürre, Magdeburg-Buckau." (1898-1910)
ab 1899: Magdeburg-Sudenburg statt Buckau. 1911-1914-?: Inh. eines Chemisch-Technischen Bureaus, Magdeburg-S., Halberstädter Str. 25 (1914: Kaiser-Otto-Ring 6)
(M. Dürre ist ab 1898 nicht mehr geführt!)
1909 Volksstimme 1909-084, von Freitag, 09.04.1909:
"Mit glühender Asche verbrannt. Der Arbeiter Friedr. Salomon in Sudenburg, Kurfürstenstraße 33 wohnhaft, hat sich am Mittwoch nachmittag in der chemischen Fabrik von Dürre in der Sudenburg mit glühender Asche den ganzen Oberkörper schwer verbrannt. Er musste sofort dem Krankenhause in der Sudenburg zugeführt werden. Die Ursachen des Unfalls bedürfen noch der Aufklärung."
1914 Einträge im Mitgliederverzeichnis von 1914 des Vereins Deutscher Ingenieure:[1]
"Knauf, Herm., Betriebsingenieur der Chem. Fabrik M. Dürre G.m.b.H., Magdeburg-S., Kruppstr. 27"
(Ebenfalls aufgeführt: Knauf, Rich., Ingenieur, Kruppstr. 27)
"Salomon, Alfr., Dr. Phil., Direktor Chemischen Fabrik M. Dürre G.m.b.H., Königstr. 57"
1916 Adr1917, Handelsregister:
M. Dürre G.m.b.H. i. Liqu.,
Stammkapital 573.000 Mark, Alte Ulrichstr. 15a,
Liquidatoren: Wilhelm Brandes u. Dr. Alfred Salomon.

Verkauf der Fabrik
... ...
ca. 1923 Der Chemiker F. C. Wilhelm Schmidt wird neuer Eigentümer von Fabrik und Grundstücken. [2]

F. C. Wilhelm Schmidt Jr.

Die Firma F. C. Wilhelm Schmidt war zuvor als Mieter auf dem Grundstück Halberstädter Straße 55-57 ansässig. Das Geschäft der Firma (1912) war Lagerung, Handel mit Oelen, Fettsäuren und Mineraloelen für die Textilindustrie. [2, S.205]
1927 Magdeburger Adressbuch 1927:

Die Villa Westendstraße 2, jahrelang Wohnsitz von Max Dürre, befindet sich nicht mehr im Eigentum der Familie.
... ...

Quellen:

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Fundstellen:

"Naturwissenschaftlicher Verein" (aus Mitgliederverzeichnis)

1892: Dürre, Max, Dr. phil., Stadtrath, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Sudenburg
Quelle: Online
01.06.1896: 41) Dürre, Max, Dr. phil, Stadtältester, S. Westendstrasse 2.
Quelle: Online


"1886 und 1887 gab es Bemühungen der Berliner und Hamburger Börse, den Magdeburger Zuckerhandel an sich zu ziehen. Der ursprünglich einmal in Magdeburg gegründete Verein der deutschen Zuckerindustrie unterstützte Berlin. Einer Magdeburger Kommission unter Leitung von Friedrich August Neubauer, an der auch Otto Pilet und Wilhelm Zuckschwerdt beteiligt waren, gelang es jedoch, diesen lukrativen Handel an der Magdeburger Börse zu halten. Die Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass zur Stärkung des Magdeburger Zuckerhandels der Bau neuer Speicher erforderlich sei, um größere Lagerkapazitäten bereitzustellen und sich insbesondere gegen Hamburg zu behaupten. Die auch als ehrenamtliche Stadträte fungierenden Mitglieder der Kaufmannschaft Otto Hubbe, Wilhelm Hauswaldt und Max Dürre setzten bei der Stadtverwaltung die 1888 erfolgende Bereitstellung entsprechende finanzieller Mittel durch. Es entstanden im neuentstehenden Handelshafen Magdeburgs zwei große neue Zuckerspeicher."
Quelle: Wikipedia: Magdeburger Börse


1896: Dürre, Fritz, Dr., Chemiker, Fabrikbesitzer, Lübeck <-- wahrscheinlich nur Namensgleichheit?.


Dürre, Fritz - Doktorarbeit
über oxydierende Wirkung, Schmelzpunkt und Zersetzung des Kaliumperchlorats. Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde...der Grossherzoglich Hessischen Ludwigs-Universität zu Giessen.
Gießen, Druck Kindt 1907
"...vorgelegt von Fritz Dürre aus Magdeburg" (Titel, nach dem angefügten Lebenslauf geboren zu Magdeburg-Sudenburg, Sohn des Fabrikanten Max Dürre). - Referent: Naumann.


Die Krankenkasse für die chemische Fabrik des Stadtrats Dr. Max Dürre
Reference number: Stadtarchiv Magdeburg, Rep. A II / G 74 spec. 37.44
Date of creation: 1892 - 1908
Abstract:
Enthält u.a.: Statut der Krankenkasse für die Fabrik der Firma M. Dürre in Sudenburg, Magdeburg 1893. -Statut der Fabrik-Krankenkasse der Firma M. Dürre, Magdeburg-Sudenburg, Magdeburg 1903.
Document type: Akten
View digital item at providers-website: kein Digitalisat verfügbar
Holding: Rep. A II Altstadt II


Aus: PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG, 57.Jahrgang Nr. 52, vom 29. Juni 1912.

Eintragungen in das Handelsregister

Farbwerke Dr. Baumgarth & Dürre, G.m.b.H. in Magdeburg.
Geschäftsführer sind der Chemiker Dr. Robert Baumgarth in Benneckenbeck und der Kaufmann Max Dürre in Magdeburg.
Quelle: online

Magdeburger Adr1917:
Farbwerke Dr. Baumgarth & Dürre, G. m. b. H., i. Liqu.,
Stammkapital 40.000 M., Unterhorstweg 20,
Liquidator Wilhelm Brandes, Kaufm.

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