Die Industriegeschichte Sudenburgs

Firmenblatt: Bearbeitungsstand: 10.08.2015

August Krakau

Zichoriendarre

Firmendaten:

Gründung - Ende: vor 1869 - 1913
Gründer: August Krakau (* ????, † ????), Landwirt
Standort(e): Grundstück Salzmannstraße 28 (ehemals: Lemsdorfer Weg bzw. Königsweg 9a).
Heute östlicher bebauter Bereich der Straße "Am Stadion". Die Gebäude lagen längs angrenzend an den "Alten Sudenburger Friedhof", hinter der 1895 errichteten Villa des Gründers.
Produkt(e): unklar, möglicherweise nur Zichoriendarre, ohne Brennerei.
Bemerkungen: Bisher keine Hinweise auf eine Zerkleinerung der Zichorienwurzeln auf dem Grundstück oder auf Brenntrommeln. 

Firmenchronik:

Jahr: Ereignis:
1869 Errichtung eines ersten Darrengebäudes mit zwei Trockenräumen und einem Magazin. Das Gebäude hatte eine Grundfläche von 14,13 x 9,73 m. Die Höhe der Darrräume betrug 3,93m. Die Außenmauern wurden in einer Stärke von 47 cm ausgeführt, die Trennwand zwischen den Trockenräumen maß 25 cm. Die Abluft wurde über zwei Kamine zum Schornstein geführt. Die Heizräume lagen im Kellergeschoss. Mit der Bauausführung waren der Maurermeister C. Behrendt und der Zimmermeister W. Raßbach beauftragt.
Noch im gleichen Jahr wurde ein bescheidenes Wohnhaus auf dem Grundstück genehmigt, bestehend aus Stube, Kammer und Küche. Die Abmessungen des kleinen, eingeschossigen Hauses betrugen 8,16 x 4,07 m.
1870 Erweiterung um zwei weitere Trockenräume, Ausführung wie 1869.
1877 Erneute Erweiterung um zwei weitere Trockenräume, Ausführung wie 1869.
1879 Erneute Erweiterung um zwei weitere Trockenräume, Ausführung wie 1869. Außerdem waren zu diesem Zeitpunkt bereits ein weiteres Magazin und zwei Niederlagegebäude angebaut. Auch das Wohnhaus war um ein Geschoss aufgestockt worden.
1893 (?) Stilllegung des Betriebs.
1895 1895 ließ sich August Krakau auf dem Gelände eine Villa errichten, die heute unter Denkmalschutz steht, aber weiterhin (Stand 2015) unsaniert und in einem schlechten Zustand ist. Die Darrengebäude und das kleine Wohnhaus wurden später abgerissen. Wann genau ist noch unklar.
1913 Krakau's Erben verkaufen Grundstück und Villa an Ferdinand Roth, der die Villa bezieht und auf dem Gelände eine Maschinenfabrik errichtet:

F. Roth, Maschinenfabrik und Reparaturwerkstadt

Quellen:

Quellen:

Handelt es sich hier vielleicht nur um eine Erweiterung der Anlage Ecke Salzmannstraße / Walmbergsweg? Ebenfalls wohl Krakau gehörig und früher entstanden.

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