
Bild: Ev. Kirchspiel Magdeburg Süd
D. Johannes Hesekiel
Dr. theol. h.c, Generalsuperintendent, Wirklicher Geheimer Oberkonsistorialrat.
(* 31.05.1835 in Altenburg; † 21.07.1918 in Wernigerode)
Johannes Karl Friedrich Hesekiel war ein evangelischer Theologe.
Leben:
Text aus Wikipedia, Stand 27.12.2014:
"Hesekiel wurde als Sohn von Friedrich Christoph Hesekiel, einem Hofprediger und Ehrenbürger von Halle
(Saale), geboren. Er besuchte zunächst das Altenburger Gymnasium, bevor er ab 1856 in Jena und Erlangen
evangelische Theologie studierte. Nach einer Kur in Alexanderbad setzte er sein Studium in Leipzig fort, kehrte
jedoch bald nach Erlangen zurück, da Reinhold Frank, sein Lehrer aus Altenburg, dort eine Stelle
angetreten hatte.
Im Jahr 1860 absolvierte er in Altenburg sein erstes theologisches Examen und erhielt dann eine Stellung als
Reiseprediger des Rheinisch-Westfälischen Jünglingsbundes in Ronsdorf bei Barmen und als Synodalagent
für lokale Aufgaben in der Inneren Mission Elberfeld.
Nachdem er 1861 in Altenburg sein zweites theologisches Examen bestanden hatte, wurde er zum
Gefängnisprediger in Elberfeld berufen. Die von Hesekiel gewünschte Berufung in ein Pfarramt der
Region Altenburg kam wegen zu vieler Bewerber nicht zustande. Der bereits seit mehreren Jahren verlobte
Hesekiel erwarb daher durch ein Kolloquium am Konsistorium Koblenz die Fähigkeit zur Anstellung in der
unierten Evangelischen Landeskirche in Preußen.
1863 wurde Hesekiel von dem Zentralausschuß der inneren Mission gebeten, als Reiseprediger tätig zu
werden. Dem kam Hesekiel nach und ging 1863 als Mitarbeiter von Johann Hinrich Wicherns nach Berlin. Für
fünf Jahre war Hesekiel als Reiseprediger in Mittel- und Süddeutschland unterwegs, bis er 1868 als
Pfarrer an die St.-Ambrosius-Kirche in Magdeburg-Sudenburg berufen wurde. Hier wurde auf sein
maßgebliches Wirken hin zwischen 1875 und 1877 eine neue Kirche für die Gemeinde errichtet.
Hesekiel gehörte zu den Begründern des Diakonissen-Mutterhauses Cecilienstift in Halberstadt und der
Sächsischen Gesellschaft zur Pflege entlassener Strafgefangener. 1869 gründete er die Konferenz
theologischer Berufsarbeiter der Inneren Mission. Die theologische Fakultät der Universität Halle
verlieh ihm 1883 die Ehrendoktorwürde.
In Nachfolge von Wolfgang Friedrich Geß war Hesekiel von 1886 bis 1910 Generalsuperintendent in Posen und
Oberpfarrer der Posener Paulikirche. Sein Nachfolger als Generalsuperintendent der preußisch-unierten
Kirchenprovinz Posen wurde 1911 Paul Blau.
Hesekiel, der ab 1913 dem Preußischen Herrenhaus angehörte, war auch Stiftspropst des Klosters Stift
zum Heiligengrabe, Domherr von Zeitz, Wirklicher Geheimer Oberkonsistorialrat und schließlich
Ehrenvorsitzender des Central-Ausschusses der Inneren Mission.
Seine letzten Jahre verbrachte Hesekiel in Wernigerode.
Die Stadt Magdeburg benannte zu seinen Ehren 1890 noch zu seinen Lebzeiten eine in der Nähe der
Ambrosiuskirche verlaufende Straße als (Hesekielstraße)."
Die Grabplatte Hesekiels wurde später nach Sudenburg geholt und zum Gedächtnis in der Ambrosiuskirche angebracht.
Aufgenommen im Juni 2012