Die Chronik von Sudenburg

2016

Bearbeitungsstand: 12.02.2017

01.01.: Mit 17.631 Einwohnern geht Sudenburg in das neue Jahr (Stand 31.12.2015). [VS 04.02.2016]


16.01.: Der 2. Sudenburger Meilenstein im Rahmen der "Meile der Demokratie".
Erneut veranstalteten verschiedene Sudenburger Gruppen und Organisationen einen "Meilenstein" im Rahmen der Magdeburger "Meile der Demokratie". Seit einigen Jahren nutzen rechten Gruppen den Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am 16.01.1945 zu einem Aufmärsch in Magdeburg. Um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, findet in der Innenstadt die zentrale Gegenveranstaltung statt, die "Meile der Demokratie". Die Meilensteine in den Stadtteilen unterstützen diese Aktion. Ziel ist es, durch kleine, dezentrale Aktionen im gesamten Stadtgebiet die möglichen Aufmarschwege zu besetzen. Ausgangsort der Sudenburger Aktionen ist der Ambrosiusplatz. Hier erneut ein Kekspanzerbacken mit anschließendem symbolischen Kriegeaufessen statt. Wie im Vorjahr wurden "Wunschballone" in den Himmel entlassen und Führungen durch den Stadtteil angeboten. Die Läufergruppe lief mehrfach die Strecke vom Ambrosiusplatz zum Sudenburger Bahnhof und zurück. Auf dem Ambrosiusplatz stellte die "Indiengruppe" der evangelischen Kirche "Kolams" vor. Das sind kunstvolle symmetrisches Muster voller Symbolik, die viele Frauen in Südindien täglich mit weißem oder auch gefärbtem Reismehl im Eingangsbereich ihrer Häuser anfertigen.

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Programm des Sudenburger Meilenstein.
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Fertige Panzerkekse vor dem Aufessen.

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Eine der Stadtteilführungen mit Nadja Gröschner.
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Gemeinsamer Start der "Wunschballone" bei einsetzendem Schneefall.


19.01.: Bau der geplanten Flüchtlingsunterkunft verzögert sich.
Die Fertigstellung der Flüchtlingsunterkunft für bis zu 600 Personen an der Sudenburger Wuhne kann nicht wie geplant bis Ende März realisiert werden. Der Vertrag mit dem Investor sei bereits im November unterzeichnet worden. Erste Planungen liefen bis in den Dezember hinein. Aktuell werde der Bauantrag für das "Containerdorf" vorbereitet. [VS 19.01.2016]


19.01.: Vorbereitungstreffen zur Gründung eines "Willkommensbündnis" in Sudenburg.
Am Abend fand im Kaffee Hirsch, im Kulturzentrum Feuerwache, ein erstes Treffen Interessierter zur Gründung eines Willkommensbündnisses statt. Frau Borris, Sozialbeigeordnete der Stadt Magdeburg, berichtete über den Planungsstand der Flüchtlingsunterkunft Sudenburger Wuhne und beantwortete auch allgemeine Fragen zur Flüchtlingsthematik in Magdeburg aus Sicht der Verwaltung. [VS 19.01.2016]


20.02.: Bau der großen Flüchtlingsunterkunft gestoppt.
Wegen der stark rückläufigen Flüchtlingszahlen werden die beiden neuen Gemeinschaftsunterkünfte vorerst nicht verwirklicht. Neben der geplanten Unterkunft am Florapark betrifft diese Entscheidung auch das geplante "Flüchtlingsdorf" an der Sudenburger Wuhne. [VS 20.02.2016]


23.02.: Straßenbahnbaustelle "Wiener Straße" erreicht Sudenburg.
Im Bereich Wiener Straße, zwischen Halberstädter Straße und Ringbrücke, wird mit dem Trassenbau der Straßenbahn begonnen. Die Baustelle ist Teil der umstrittenen neuen Nord-Süd-Verbindung von Olvenstedt nach Buckau. Der Verkehr wird zunächst einspurig über die östliche Fahrbahn geleitet. Verkehrsbehinderungen sind dadurch vorprogrammiert. Alle Ringauffahrten sind zunächst weiter erreichbar. [VS 13. und 20.02.2016]


01.03.: Gründung des "Integrationsbündnis Süd-West".
BürgerInnen aus den Stadtteilen Sudenburg, Diesdorf, Lemsdorf und Ottersleben gründen im Kulturzentrum Feuerwache das Integrationsbündnis Süd-West. Ziel ist es, die Flüchtlinge bei ihrer Integration zu unterstützen. Unter dem Motto "Integrationsarbeit besteht aus fördern und fordern" soll nicht für, sondern mit den Flüchtlingen gearbeitet werden. Bewusst nennt sich die Gruppe deshalb nicht "Willkommensbündnis" sondern "Integrationsbündnis". Sprecher der neuen Gruppe ist Ralf Zander.


26.03.: Sudenburger Osterfeuer.
Dank dem Plaza-Hotel und ehrenamtlichen Helfern der IG Sudenburg fand auch in diesem Ostersamstag auf dem Hotelparkplatz an der St.-Michael-Straße das Sudenburger Osterfeuer statt. Um 17:00 Uhr begann die Veranstaltung mit Auflösung des Oster-Gewinnspiels und Preisverteilung an die Gewinner. Später wurde das Osterfeuer entzündet. Finanziert wird die Veranstaltung durch den Verkauf von Grillwaren und Getränken.


09.04.: Byker-Gottesdienst in der Ambrosiuskirche.
Auch in diesem Jahr lud die Ambrosiusgemeinde zum inzwischen schon traditionellen Byker-Gottesdienst zur Saisoneröffnung ein. Viele Motoradfahrer fanden sich dazu in Sudenburg ein.


16.04.: Putzaktion auf der Streuobstwiese.
Im Rahmen der Aktion "Magdeburg putzt sich" hatten GWA und IG Sudenburg auch in diesem Jahr zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen. Ziel war, wie bereits im Vorjahr, die von der katholischen Erwachsenenbildung betriebene Streuobstwiese Lutherstraße 20. Vielfältige Arbeiten standen an, u.a. Aufbrechen einer versiegelten Fläche, Bau einer Kräuterspirale, Beseitigung von Sturm- und Winterschäden. Zu den vielen freiwilligen Sudenburger Helfern gesellten sich noch 15 jugendliche Flüchtlinge aus der Clearingstelle der Caritas am Lemsdorfer Weg. Die Jugendlichen waren in ihrem Tatendrang kaum zu bremsen, so dass die Arbeiten schnell erledigt werden konnten. Ein abschließender Imbiss wurde genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen.


04.05.: Michael Hoffmann wird erster Geschäftsstraßenmanager.
Der ehrenamtlich tätige Vorsitzende der IG Sudenburg wird erster Geschäftsstraßenmanager der Halberstädter Straße. Er setzte sich bei der Ausschreibung gegen andere Bewerber durch. Das Immobilien- und Geschäftsstraßenmanagement (GSM) Sudenburg wird über das Städtebauförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" finanziert. Ziel ist die Verbesserung des Images und Wettbewerbsfähigkeit der Halberstädter Straße. Über das GSM können verschiedene Vorhaben finanziell gefördert werden, die der Geschäftsstraße zugutekommen. Sitz des GSM ist die "Gläserne Manufaktur", Halberstädter Straße 139, gegenüber der Ambrosiuskirche. [VS 04.05.2016]


04.05.: Verkehrschaos rund um die Hellestraße.
Staus auf der Halberstädter Straße und dem Magdeburger Ring bildeten sich an diesem Mittwoch, den 04. Mai. Grund war weder eine Baustelle, noch ein Unfall. Die Verkehrsbeeinträchtigungen wurden durch Dreharbeiten für die Krimireihe "Polizeiruf" ausgelöst, wofür die Hellestraße vormittags gesperrt wurde. [VS 06.05.2016]


08.05.: Gleisbaustelle Wiener Straße.
Die Baustelle der neuen Nord-Süd-Straßenbahntrasse hat inzwischen den Rand der Kreuzung Halberstädter Straße erreicht. Durch die Einschränkungen im Baustellenbereich, kommt es zu Rückstaus bis auf den Magdeburger Ring. Da seit dem 21. März die Rechtsabbiegerspur in die Wiener Straße gesperrt ist, kommt es auch hierdurch in Stoßzeiten immer wieder zu Rückstaus auf der Halberstädter Straße.
Besonderes Augenmerk wird auf den dicht an der Kreuzung stehenden Schnurbaum gelegt, dessen Patenschaft die GWA Sudenburg übernommen hat. Um diesen Spätblüher zu schützen, soll im Wurzelbereich nur von Hand geschachtet werden. Nach Verlust der großen Kastanie auf der anderen Straßenseite, ein Gewittersturm hatte sie 2015 zerstört, ist der gut 200 Jahre alte Japanische Schnurbaum der letzte Großbaum im Kreuzungsbereich.

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Momentaufnahme der Baustelle am 08.05.2016.


17.05.: "Ab Herbst wird in Sudenburg gebraut ..."
... ist die Überschrift eines Artikels, das Sudenburger Brauhaus betreffend. Anlass zum Artikel war ein Gerichtsurteil, das der Brauerei die Werbung mit der Herkunft Sudenburg verbietet. Die Brauerei war von unbekannter Seite angeschwärzt worden, da das "Sudenburger Bier" noch immer in Bayern und eben nicht in Sudenburg gebraut wird. Zwar mit Magdeburger Technik und altem Originalrezept, aber eben auswärts. Eigentlich sollte die Brauerei längst in Sudenburg produzieren, aber die Planungen, Verhandlungen mit der Stadt und die Genehmigungen zogen sich immer weiter in die Länge. Nun soll es schnell gehen. Ein Braumeister sei bereits eingestellt, wird berichtet, er fängt im Juni an.
[VS 14. und 17.05.2016]
Anm.: Auch der Termin "Herbst" wird nicht eingehalten werden. Die Grundsteinlegung erfolgt erst im Januar 2017.


18.05.: Die alte Villa in der Salzmannstraße brennt.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch brannte die als Villa Roth bzw. Villa Krakau bekannte, seit langem leerstehende, denkmalgeschützte Villa aus. Gegen 02.45 Uhr dürfte der Brand "ausgebrochen" sein. Kaum 10 Minuten später stand der Dachstuhl in voller Ausdehnung in Flammen. Zufall dürfte hier wohl auszuschließen sein. Die Feuerwehr arbeitete die ganze Nacht, um den Brand zu löschen. Gegen Mittag musste sie erneut kurz anrücken, da es durch ein verborgenes Glutnest erneut zu einem offenen Feuer kam.
Der Landwirt August Krakau hatte die Villa 1895 auf dem Gelände seiner ehemaligen Zichoriendarre errichteten lassen. Wegen Konkurs musste sie bereits kurz nach Fertigstellung zwangsversteigert werden. Mehrere Besitzer folgten, bis 1915 Ferdinand Roth Villa und Grundstück kaufte und auf dem Gelände eine Maschinenfabrik und Reparaturwerkstatt betrieb. Hergestellt wurden Diesel- und Sauggasmotoren. Nach dem 2. Weltkrieg übernahm Roths Sohn Albert die Fabrik und produzierte dort auch Elektromotoren. 1957 hieß die Firma "Kühlmaschinenbau - Elektrotechnik, Albert Roth". Weitere Nutzungsinformationen liegen derzeit nicht vor. 1997 wurde auf dem Gelände die Reihenhaussiedlung "Am Stadion" angelegt. Das Haus war zu diesem Zeitpunkt bereits unbewohnt und die Fabrikgebäude waren 1992 (wann genau ist unklar) bereits abgerissen. Die begonnene Sanierung durch einen Neubesitzer scheiterte. Er hatte sich finanziell übernommen. 1999 gab es eine erste Brandstiftung, der der Turm über dem Eingang und ein Teil der Geschossdecke zum Opfer fiel. Größerer Schaden konnte damals von der Feuerwehr verhindert werden. Der Turm wurde später wiederaufgebaut und die notwendigsten Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen wurden getätigt. Wie es jetzt weitergeht und ob das Gebäude zu retten ist, muss abgewartet werden.

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Innerhalb kürzester Zeit steht das Dach in voller Ausdehnung in Flammen.
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Bei Eintreffen der Feuerwehr haben sich die Flammen bereits durch die hölzerne Geschossdecke gefressen.

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Nach Abschluss der Löscharbeiten ist vom Dach, außer ein paar verkohlten Balken, kaum noch etwas zu sehen.
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Vom turmartigen Dachaufbau über dem Eingang, bereits 1999 Ziel einer Brandstiftung, fehlt nun jede Spur.


30.05.: Gleisbau-Chaos beginnt: Halberstädter Straße hinter Südringkreuzung voll gesperrt.
Der Bau der Straßenbahngleise hat den Kreuzungsbereich erreicht. Ab Montag, den 30.05. wird die Halberstädter Straße zwischen Südring und Brunnerstraße voll gesperrt. Vier Wochen ist für den Gleisbau in diesem Bereich vorgesehen. Der motorisierte Verkehr wird über Südring - Sudenburger Wuhne oder Wiener Straße - Am Fuchsberg - Leipziger Straße umgeleitet.
War durch den Tunnelbau am Damaschkeplatz und die Gleisbaustelle "Wiener Straße" die Verkehrssituation in Sudenburg auch so schon angespannt, so darf der Verkehrsteilnehmer nun mit nicht unerheblichen Verkehrsbehinderungen und Zeitverlusten rechnen.


07.06.: Rücktritt des Sudenburger GWA-Sprecherrates.
Geschlossen sind Nadja Gröschner, Ilka Baake-Ernst und Oliver Müller als Sprecherrat der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Sudenburg zurückgetreten. Auslöser war ein Fördermittelstreit mit der Stadtverwaltung wegen zwei Abrechnungen, die zwei Tage zu spät eingereicht wurden. Beide Projekte waren von der GWA zuvor ordnungsgemäß beantragt und vom Amt genehmigt worden. Wegen der geringen Terminüberschreitung wurden die Kosten nicht erstattet und die ehrenamtlichen Initiatoren blieben auf den von ihnen verauslagten Kosten sitzen, zusammen immerhin 520 €. Die harte Haltung der Stadt, man hatte gute sechs Monate versucht eine Lösung zu finden, hat die ehrenamtlichen Sprecher letztendlich frustriert. Neben der Sudenburger GWA waren auch andere Stadtteilgruppen betroffen. Bei insgesamt wohl elf Projekten blieben die jeweiligen Initiatoren auf ihren Kosten sitzen. Auch ein Antrag der Stadtratsfraktion der Linken zur Lockerung der Antragstellung wurde von einer Ratsmehrheit abgelehnt. [VS 09.06.2016]
Meinung: Formaljuristisch im Recht, hat die Verwaltung hier ein Exempel statuiert, allerdings auf Kosten des Ehrenamtes. Inzwischen wurde die Antragstellung für Gelder aus dem Initiativfond sogar noch weiter verschärft. Ein bürokratisches Monster für die Antragsteller wurde erschaffen. Man hat momentan nicht den Eindruck, dass die Stadt die Arbeit der ehrenamtlichen Gemeinwesenarbeitsgruppen würdigen und erleichtern will. Ganz im Gegenteil.
Unterstützung aus der Bevölkerung.
Für beide von der Stadt nicht erstatteten Projekte sind private Spender eingesprungen. Die Kosten für die Veranstaltung "Essen für Bedürftige", kurz vor Weihnachten vom Kulturzentrum Feuerwache veranstaltet, wurden durch eine Spende des stellvertretenden Ortsbürgermeisters von Randau-Calenberge, Michael Kaufholz, übernommen. Kaufholz, der lange in Sudenburg gewohnt hatte, spendete der GWA die offenen 400 €. Auch die Kosten für die von der Autorin Birgit Herkula erstellten "Gedenkmappen Sudenburg" konnten durch eine Spende der Macher des Sudenburg-Laufes an die GWA gedeckt werden. Die Mappen beinhalten u.a. Informationsblätter zu den in Sudenburg verlegten Stolpersteinen und liegen in der Feuerwache, der Ambrosiuskirche, der Scala-Gemeinde und im Büro des Geschäftsstraßenmanagers für jedermann zur Einsicht aus.


27.06.: Gleisbau Südring-Kreuzung: Sechs Wochen keine Straßenbahnverbindung nach Sudenburg.
Mit Verlegung der Kreuzungsbaustelle werden alle Straßenbahnverbindungen nach Sudenburg pünktlich zum Sommerferienbeginn gekappt. Dieser Zustand soll gute sechs Wochen anhalten, bis zum 10. August. Sudenburg ist in diesem Zeitraum per ÖPNV nur per Schienenersatzverkehr (Bus) erreichbar. Das bedeutet Umsteigen und mehr Zeitaufwand.
Die Aufhebung der Sperrung der Halberstädter Straße, zwischen Südring und Jordanstraße, für den KFZ-Verkehr kann voraussichtlich erst am 04. Juli erfolgen. Grund sind Verzögerungen bei Arbeiten an einer Wasserleitung. [VS 22.06.2016]
Anm.: Der Verkehr auf der Halberstädter Straße nimmt augenscheinlich immer mehr ab. Die Autofahrer meiden die Sudenburger Hauptstraße und den Kreuzungsbereich möglichst, was zunehmend negative Auswirkungen auf die Geschäfte im Umfeld der "Halber" hat.


01.07.: Gleisbau Südring-Kreuzung: Trassenfertigstellung verzögert sich um sechs Monate.
Grund sind Verzögerungen durch eine von den Plänen abweichende Leitungssituation im Trassenbereich und die Abhängigkeit von der Bausituation am Bahnhofstunnel. Ursprünglich sollte die Kreuzung Wiener Straße / Südring in einem Zug ausgebaut werden. Dies war aber nicht möglich, da der Bahnhofstunnel viel länger gesperrt werden musste, als geplant. Eine der beiden Baustellen muss immer für Straßenbahnen befahrbar sein, um nicht große Teile der Stadt von der Straßenbahn abzuschneiden. Für die Sudenburger Baustelle musste daher umgeplant werden, was zu weiteren Bauverzögerungen führt. [VS 01.07.2016]


02.07.: Die nächste Straßensperrung infolge der Kreuzungsbaustelle.
Jetzt trifft es den Südring in Fahrtrichtung Halberstädter Straße. Die Ausgeschilderte Umleitung verschafft dem genervten Autofahrer eine kleine Stadtteilrundfahrt. Die Umleitung führt ihn über die Sudenburger Wuhne, Fichtestraße, Braunschweiger Straße, Bergstraße und Halberstädter Straße an die Kreuzung heran. [VS 02.07.2016]
Anm.: Jeder Autofahrer, der die kurze Mitteilung in der Samstagszeitung nicht bemerkt hatte, dürfte am Montagmorgen im Berufsverkehr wohl kalt erwischt worden sein.


21.07.: Baustelle Südringkreuzung.
Momentaufnahmen aus dem Baustellenbereich. Die dominierenden Farben sind Rot und Weiß: Der Verkehr wird mit Sperrbaken durch die Baustelle geführt. Für den Verkehrsteilnehmer ist es manchmal nicht einfach, die ihm zugedachte Fahrspur zu finden. Auch muss er sich täglich überraschen lassen, ob es noch die selbe Spurführung ist, wie am Vortag und ob er noch dieselben Strecken befahren kann. Da der Verkehr auf der Halberstädter Straße durch die Baustelle extrem abgenommen hat, haben es Fußgänger aktuell ziemlich einfach, die Straße zu queren.

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Fußgänger queren die Halberstädter Straße. Der Autoverkehr wird mit Baken einspurig über die Kreuzung geführt.
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Blick über die Baustelle in Richtung Wiener Straße.


21.07.: Neubauten entstehen in Sudenburg.
Nach den vielen Abrissen der vergangenen Jahre, scheint die Talsohle durchschritten. Es entstehen neue Häuser und einige lange leerstehende Häuser werden saniert. Es gibt viel Bautätigkeit zu entdecken, wenn man sich in diesen Tagen im Stadtteil umschaut. Nachfolgend einige Beispiele:


Hellestraße: Auf der Grünfläche neben der leider weiterhin leerstehenden "Villa Fölsche", entsteht gerade der Neubau einer Praxis für Strahlentherapie. Zurzeit praktiziert man unter sehr beengten Verhältnissen im Gebäude "Praxisklinik Sudenburg" in der Bahrendorfer Straße. Eröffnet werden soll die neue Praxis im zweiten Quartal 2017. [VS 21.07.2016]
Anm.: Das angrenzende unbebaute Grundstück möchte die Lebenshilfe gerne bebauen. Davor müssen jedoch noch einige Streitpunkte ausgeräumt werden, die Finanzierung/Förderung betreffend.

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Bauschild für den Neubau der "Praxis für Strahlentherapie", aufgenommen am 21.07.2016
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Arbeiten an der Sohlplatte auf dem Grundstück an der Hellestraße, am 21.07.2016.


Fichtestraße: Auf dem ehemaligen Firmengelände des VEB EMA (Essenzenfabrik Magdeburg) entstehen an der Fichtestraße neue Reihenhäuser. Auf der gegenüberliegenden Grundstücksgrenze (Langer Weg) waren bereits 2015 Reihenhäuser errichtet worden. An der Ecke zur Braunschweiger Straße, Grundstück Fichtestraße 1, wird ein neues Umspannwerk errichtet. Nach dessen Fertigstellung und einigen Leitungsumverlegungen im Stadtteil, kann das Umspanngebäude auf dem Eiskellerplatz abgerissen werden und der Platz als solcher wieder genutzt.

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An der Fichtestraße, auf dem ehemaligen EMA-Gelände, entstehen neue Reihenhäuser. Baustelle am 21.07.2016
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Ersatzneubau des Umspannwerkes Fichtestraße 1. Baustand am 21.07.2016.

Braunschweiger Straße / Sudenburger Wuhne: Auch auf der Brachfläche an der Braunschweiger Straße, Ecke Langer Weg, entstehen neue Wohnhäuser. An der Sudenburger Wuhne wird das ehemalige Fabrikgebäude der Sackfabrik und -großhandlung Berg & Klaue grundsaniert. Bereits vor dem 2. Weltkrieg war es zum Wohnhaus umgebaut worden. Hier zeigt es sich völlig entkernt und ohne Dach. Nur die Außenmauern stehen noch.

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Neue Wohnhäuser entstehen an der Braunschweiger Straße und am Langen Weg. Aufnahme vom 21.07.2016
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Entkerntes ehemaliges Fabrikgebäude der Firma Berg & Klaue an der Sudenburger Wuhne 28, am 21.07.2016.


19.-21.08.: 22. Sudenburger Straßenfest (Sudenburg-Fest).
Das diesjährige Sudenburg-Fest bot wieder ein vielfältiges Programm entlang der Halberstädter Straße. Schwerpunkt war der Ambrosiusplatz, wo ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm angeboten wurde. Am Samstag fand traditionell der Sudenburg-Lauf statt. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren, waren die Temperaturen in diesem Jahr viel angenehmer für die Läufer. Am Sonntag fand am Vormittag ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst von Scala-Gemeinde, St. Ambrosius und St. Marien auf dem Ambrosiusplatz statt, mit anschließendem Frühschoppen und zum Abschluss ein Bühnenauftritt der Linedancers. Da die MVB ihre Zusage einhielt, dass die Sperrung der Bahntrasse bis zum Sudenburg-Fest aufzuheben, konnten die Besucher wieder bequem mit der Straßenbahn anreisen.

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Eröffnung des Festes durch Michael Hoffmann (Vorsitzender IG Sudenburg) und Florian Philipp (MdL).
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Schon Tradition hat der ökumenischer Open-Air-Gottesdienst am Sonntag und der nachfolgende Frühschoppen.


29.08.: Landunter in der Halberstädter Straße.
In den frühen Morgenstunden am Montag sorgte ein Riss in einer 70 cm starken Haupttrinkwasserleitung in Höhe Landgericht für Chaos in der Halberstädter Straße. Wegen der Überschwemmung und Unterspülung musste die Straße gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Lange Staus waren die Folge. Besonders in der Hellestraße ging nichts mehr. Die Havarie, 3.000 m3 Wasser sollen ausgetreten sein, spülte ein riesiges Loch in den Boden. Der Sand wurde auf die Fahrbahn gespült, wo er sich ablagerte. Ein im Havariebereich stehender Baum musste gefällt werden, da die Wassermassen seine Wurzeln freigespült hatten und er umzustürzen drohte.
Der Straßenbahnverkehr hinter der Havariestelle wurde durch den Einsatz der Museumszüge aus dem Sudenburger Depot aufrechterhalten. [VS 30.08., 31.08., 01.09., 06.09., 09.09.2016]
Anm.: Vierzehn Tage sollten die Reparaturarbeiten dauern. Am 12. September wurden alle Fahrspuren wieder freigegeben.

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Die Schadensstelle am 02.09.2016. Der Verkehr stadteinwärts läuft bereits wieder. Die Fahrbahn stadtauswärts ist weiterhin gesperrt.
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Das beschädigte Leitungsstück ist instandgestezt.


16.09.: Jubiläum: 20 Jahre IG Sudenburg.
Vor genau 20 Jahren, am 16.09.1996, gründete sich die Interessengemeinschaft Sudenburg e.V. . Zu diesem Anlass entstand eine knapp 40-seitige Festschrift zur Geschichte der Interessengemeinschaft. Mit einer Tanzgala im "Elbdampfer" wurde das Jubiläum gebührend gefeiert.


20.09.: Bernd Willerding ist neuer GWA-Sprecher.
Nach dem Rücktritt des alten Sprecherrates wurde intensiv über die weitere Arbeit der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) nachgedacht. Auch die Auflösung der Gruppe war nicht ausgeschlossen, da die harte Haltung der Stadt gegenüber den Ehrenamtlern zu sehr viel Frust geführt hatte. Letztendlich hat sich die Gruppe, trotz der verschärften Bedingungen, zum Weitermachen entschlossen, um sich weiter für die Interessen der Bürger und für Verbesserungen im Stadtteil einzusetzen. Auch verschiedene Aktionen im Stadtteil sollen weiterhin unterstützt werden, was nur mit den Geldern aus dem Initiativfond der Stadt möglich ist. Bis zu 2.300 € stehen den einzelnen GWA-Gruppen für Projekte und Veranstaltungen jährlich zur Verfügung. Zum neuen Sprecher der GWA Sudenburg wurde einstimmig Bernd Willerding gewählt.


28.09.: Sanierungen und ein Neubau in der Helmstedter Straße.
Auch in der Helmstedter Straße tut sich etwas. Ein Investor, die Magdeburger MCM Investor Management AG, setzt ihr Projekt "Sudenburgquartier" um, das die Sanierung, Bau und Umbau von fünf zusammenhängenden Objekten vorsieht. Es umfasst einen Neubau, drei Altbauten und ein denkmalgeschütztes Gebäude. Entstehen sollen neben Eigentumswohnungen auch Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen. Die Eigentumswohnungen im sanierten denkmalgeschützten Gebäude seien bereits alle verkauft, wird berichtet. Es handelt sich bei diesem Projekt um die Häuser Nr. 2-5. Etwa 9 Millionen Euro werden investiert. Auch wegen der Häuser Nr. 1 und 6 sei die Gesellschaft aktiv geworden, Gespräche würden geführt.
[VS 28.09.2016]


29.10.: Laternenumzug.
Auch in diesem Jahr veranstaltete die IG Sudenburg einen Laternenumzug. Da die traditionelle Strecke wegen der Baustelle Südringkreuzung nicht nutzbar war, wurde der Umzug über einen Rundkurs geführt. Startpunkt war der Parkplatz des Plazahotels in der St.-Michael-Straße (der Osterfeuerstandort). Begleitet wurde der Umzug von der Schalmeienkapelle Groß Börnecke, abgesichert durch Polizei und Freiwillige Feuerwehr Ottersleben. Die diesjährige Strecke verlief über St.-Michael-Straße, Rottersdorfer Straße, Braunschweiger Straße, Kroatenweg und Bergstraße ging es zurück zum Ausgangspunkt. Dort warteten Speisen, Getränke, Musik, Spiel und Spaß auf die großen und kleinen Teilnehmer.
[VS 27.10.2016]


02.12.: Thomas Schäfer ist "Sudenburger des Jahres 2016".
In einer Feierstunde in der Ambrosiuskirche wird Thomas Schäfer zum diesjährigen Sudenburger des Jahres gekürt. Thomas Schäfer ist an der Halberstädter Straße aufgewachsen und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für seinen Stadtteil. Das Rampenlicht sucht Schäfer dabei nicht, das überlässt er gerne anderen. Wenn es jedoch um die Durchführung von Veranstaltungen im Stadtteil geht, ist Thomas Schäfer immer helfend dabei. Er organisiert den Aufbau der Hütten beim Sudenburg-Fest und Adventsmarkt, hilft beim Auf- und Abbau der Weihnachtstanne. Er ist immer da, wenn Hilfe, guter Rat und Unterstützung gebraucht wird. Ausführlicher Bericht zur Ehrung auf www.sudenburg.de

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Von links nach rechts: Bernd Willerding, SdJ Thomas Schäfer,
Frank Klinge und Michael Hoffmann (beide IG-Sudenburg)


01. - 04.12.: 12. Sudenburger Adventsmarkt.
Erstmals über vier Tage erstreckte sich der Sudenburger Adventsmarkt auf dem Ambrosiusplatz, der am Donnerstag, den 01.12. von Ministerpräsident Rainer Haseloff eröffnet wurde. Auch in diesem Jahr war der Markt wieder sehr gut besucht. Unter Regie der IG Sudenburg konnte erneut ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm und ein reichhaltiges Angebot an Marktständen organisiert werden.


15.12.: Sudenburg trauert um Dieter Niemann.
Am 15. Dezember verstarb der Hobbyhistoriker Dieter Niemann im Alter von 82 Jahren. Durch seine Führungen, Vorträge und Bücher hat sich Dieter Niemann in Magdeburg und "seinem" Sudenburg einen Namen gemacht. Von seinen vielen Veröffentlichungen sind besonders seine Bücher "Eine Straße mit Charakter und Geschichte - Die Halberstädter Straße in Magdeburg", "Stube, Kammer, Küche" über die Heidestraße und "Die St. Ambrosius-Gemeinde und der "Alte Friedhof" in Magdeburg-Sudenburg" zu nennen. Viele seiner Publikationen entstanden in Zusammenarbeit mit Nadja Gröschner. 2005 wurde Dieter Niemann für seine Verdienste zum ersten "Sudenburger des Jahres" gewählt.
Seine letzte Ruhe fand Dieter Niemann auf dem "Alten Friedhof", den Ort einer seiner Führungen, der ihn an seine Jugend erinnerte. Niemann war in der benachbarten Heidestraße aufgewachsen, der damaligen Kurfürstenstraße.


19.12.: Letzte Videothek Magdeburgs geschlossen.
Nur bis Ende November konnten die Kunden noch DVDs und Spiele in der Videothek Empire, in der Halberstädter Straße (an der Überführung des Magdeburger Ring), ausleihen. Danach begann ein Ausverkauf und anschließend das Ausräumen des Geschäftes. Seit Montag, dem 19.12.2016 ist die letzte Videothek Magdeburgs Geschichte. Gegen den übermächtigen Konkurrenten "Internet" kann der traditionelle Filmverleih auf Dauer nicht bestehen. [VS 19.12.2016]


30.12.: Momentaufnahme Baustelle Südringkreuzung.
Auch zum Jahresende hat sich die Situation an der Südringkreuzung nicht verbessert. Rotweiße Absperrbaken bestimmen weiterhin das Bild und leiten den Verkehr in verschlungenen Pfaden irgendwie und irgendwohin durch die Baustelle. Seit dem 19.12. ist die Halberstädter Straße hinter der Kreuzung Richtung Innenstadt dicht. Die Straßenbahnlinien 5 und 10 kommen nicht mehr nach Sudenburg. Dafür verkehrt inzwischen wieder die Linie 1, allerdings mit veränderter, längerer Streckenführung. Sie meidet nun die "Große Diesdorfer Straße" (Wie kommt man denn nun da hin?) und führt über Europaring, Olvenstedter Platz und die Tunnelbaustelle am Bahnhof in die Innenstadt. Ein gutes halbes Jahr wird bis Abschluss der Bauarbeiten wohl noch vergehen.

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Dies ist der Fußweg, oder etwa doch nicht?
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Hier irgendwo werden die Autos durchgeleitet.

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Quellen:

  • [EK] - elbe Kurier
  • [GA] - Magdeburger Generalanzeiger
  • [VS] - Magdeburger Volksstimme