Der Alte Sudenburger Friedhof

Friedhofs-Chronik

 - 1812 -   [nach oben]

Nachdem der französische Kaiser Napoleon 1812 den Abriss des alten Sudenburg verfügt hatte, wurden den Sudenburgern neue (der Kirche enteignete) Grundstücke zur Neuansiedlung und landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung gestellt. Diese Flächen lagen ca. 2 km südlich des alten Sudenburg, an der Heerstraße nach Halberstadt und bilden heute das Zentrum Sudenburgs.
Von Jérôme, Bruder des französischen Kaisers Napoleon und König des "Königreichs Westphalen", zu dem Sudenburg während der französischen Besatzungszeit gehörte, bekam die Neuansiedlung den Namen "Katharinenstadt", zu Ehren seiner Frau, der Königin Katharina. Mit Kapitulation und Abzug der französischen Besatzungstruppen 1814 aus Magdeburg wurde Sudenburg wieder preußisch und der ungeliebte Name sofort wieder abgelegt. Die Siedlung erhielt ihren ursprünglichen Namen zurück: Sudenburg.

 - 1813 -   [nach oben]

Für die neu entstehende Stadt wurde auch ein neuer Begräbnisplatz benötigt, da der alte Kirchhof durch den Abriss des alten Sudenburgs nicht mehr zur Verfügung stand. Der neue Begräbnisplatz wurde im Jahr 1813 etwa 150 m südlich der heutigen Halberstädter Straße angelegt, direkt gegenüber dem Marktplatz, dem heutigen Ambrosiusplatz. Sudenburg hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Kirche, aber bereits einen Prediger (Wilhelm Mevius). Die erste Ambrosiuskirche des neuen Sudenburg wurde erst 1822 fertig gestellt.

Der neue Kirchhof nahm anfangs noch eine viel geringere Fläche ein als der heutige Friedhof. Aus heutiger Sicht umfasste er etwa die heutigen Feldern 1, 8 und 9. Er lag noch außerhalb, bzw. am Rand des bebauten Sudenburger Siedlungsgebietes, umgeben von Äckern, Wiesen und Gärten. Der Zugang führte über die heutige "Kirchhofstraße", die damals nur ein unbefestigter Feldweg war. Auch eine Einfriedung des Platzes war noch nicht vorhanden, so dass es vorkam, dass Vieh darauf weidete.

 - 1816 -   [nach oben]

Der jüdische Friedhof in Sudenburg wird eingeweiht. Er liegt am „Fermersleber Weg“ und gehört heute zum Stadtteil "Leipziger Straße".

 - 1835 -   [nach oben]

Mit steigender Bevölkerung wurde auch eine Erweiterung des Kirchhofs nötig. Angesichts der klammen Stadtkassen trat hier der wohl bedeutendste Unterstützer und Stifter der neueren Sudenburger Geschichte ein: Johann Georg Peter Zincke (* 03.09.1775, † 18.08.1850), Stadt- und Kirchenrat, Ökonom und Zichorienfabrikant. Er stiftete 1835 zur Erweiterung des Kirchhofes zwei Morgen Ackerland, das entspricht ca. 5100 m² (1 "Magdeburger Morgen" = 2.553,22 m²). Gleichzeitig stiftete er der Gemeinde ein Gebäude, das eine Leichenstube, eine Stube mit Kammer und Küche für den Leichenwächter, eine Schulstube nebst Kammer und Stube für den Lehrer, einen Versammlungsraum für den Sudenburger Magistrat und eine Gefängnisstube enthielt. Dieses Gebäude wurde 1836 eröffnet. Es stand an der Stelle des heutigen Eingangstores in der Kirchhofstraße. Mittig durch das Gebäude führte ein Torweg, der sowohl Zugang zu den Räumlichkeiten, als auch zum Kirchhof war. Über dem Tor war ein Schild mit folgender Inschrift angebracht:

DEN UNMÜNDIGEN ZUR BELEHRUNG
DEN VORGESETZTEN ZUR BERATUNG
DEN HINTERBLIEBENEN ZUR BERUHIGUNG
GRÜNDETE DIESE ANSTALT
HERR J. G. P. ZINCKE
RATHMANN ALLHIER
GEWEIHET DEN 28. APRIL 1836

 - 1839 -   [nach oben]

Die weiter steigende Einwohnerzahl Sudenburgs machte eine erneute Erweiterung des Kirchhofes erforderlich. Wieder übernahm dies Peter Zincke, der erneut 2 Morgen Land stiftete, datiert auf den 21.02.1839. Auch ließ er auf dem Friedhof, für seine Frau und sich, ein Grabgewölbe errichten.

 - 1850 -   [nach oben]

18.08.: Nach kurzer Krankheit verstirbt Peter Zincke im Alter von 74 Jahren und wird in seinem Grabgewölbe zur letzten Ruhe gebettet. Da Zincke kinderlos war, übertrug er sein Vermögen und seinen Besitz testamentarisch an vier gemeinnützige, christliche Stiftungen, deren Verwaltung er der Sudenburger Armenkasse überträgt. Seine Witwe Sophie Zincke erhält zu ihrer Absicherung das Nießbrauchsrecht über die Stiftungen. Nach ihrem Tod wird auch Sophie, neben ihrem Ehemann, im Grabgewölbe beigesetzt.
Noch heute sind die Spuren von Zinckes Stiftungen in Sudenburg sichtbar. Das Alten- und Pflegeheim "Peter Zincke" in der Hesekielstraße (das ehemalige "Feierabendheim") geht auf seine Hauptstiftung zurück. Seinem Grabgewölbe und dem Friedhof kam die "Peter Zincke Grabgewölbestiftung" zugute, die die Erhaltung und Pflege seines Grabgewölbes zum Ziel hatte. Die zu seinen Ehren benannte "Zinckestraße" liegt allerdings nicht in Sudenburg, sondern im Magdeburger Stadtteil Fermersleben und geht auf die Zincke'sche Hauptstiftung zurück, die dort über größeres Grundvermögen verfügte.
Anm.: Dass eine solche Straßenbenennung nicht in "seinem" Sudenburg geschaffen wurde, wo er gelebt und gewirkt hat, finde ich ziemlich traurig.

 - 1855 -   [nach oben]

Die Bevölkerung war wieder soweit angewachsen, dass eine erneute Erweiterung des Friedhofs nötig wurde. Dieses mal musste aber die Kirchengemeinde in den eigenen Säckel greifen. Für 530 Goldtaler wurde Ackerland von Margarethe Wolf und Gustav Busch angekauft. Um eine dauerhafte Pflege der Gräber zu gewährleisten, wurde ein Verein gegründet. Aus den Mitgliedsbeiträgen des Vereins konnte ein Gärtner finanziert werden, sein Lohn betrug 50 Taler.

 - 1861 -   [nach oben]

Die Ambrosiusgemeinde wurde vor ein neues "Problem" gestellt. Die Industrialisierung führte in dieser Zeit immer mehr Katholiken ins evangelische Sudenburg. Sie bildeten bereits eine ansehnliche Gemeinde, hatten aber keine eigene Begräbnisstätte. Die Ambrosiusgemeinde unter Leitung von Pastor Hirschberg, fasste daher den Beschluss, den Friedhof an die Kommune zu verkaufen, um auch den Katholiken die Bestattung auf ihrem Friedhof zu ermöglichen. Über den Sudenburger Bürgermeister Meinecke wurde dieser Antrag an die königliche Regierung weitergeleitet. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt und die Ambrosiusgemeinde wurde angewiesen, auch katholische Bestattungen auf dem Friedhof zuzulassen. Alle Parteien mussten diese Entscheidung akzeptieren und der Friedhof blieb weiterhin im Besitz der evangelischen Kirche.

 - 1867 -   [nach oben]

Am 01.07.1867 tritt der Vereinigungsvertrag der Städte Sudenburg und Magdeburg in Kraft, wodurch Sudenburg zu einem Teil Magdeburgs wird. Im Vereinigungsvertrag ist auch die Übergabe der Zincke'schen Grabgewölbestiftung in Magdeburger Verwaltung geregelt, "einschließlich aller finanziellen bisherigen Festlegungen der Zinkschen Grabgewölbestiftung". Ein Fehler, wie sich heute leider herausstellt.
Nach der Vereinigung wurde Zinckes "Mehrzweckhaus" (siehe 1835) in der Kirchhofstraße der königlichen Regierung übergeben und umgenutzt zum Polizeirevier und -gefängnis. Wegen der dadurch entstandenen Eingangsproblematik, der Zugang zum Friedhof führte durch das Gebäude, wurde der Haupteingang des Friedhofs in die Friedenstraße verlegt.

 - 1868 -   [nach oben]

Die Zugänglichkeit von den benachbarten Gartengrundstücken bringt für den Friedhof Probleme, da er von Spaziergängern und zum Ausruhen benutzt wird. Die Einfriedung des Friedhofes ist noch immer nicht vollständig abgeschlossen. Pfarrer Hesekiel beklagt sich 1868 in einem Brief über die Zustände. Besonders darüber, dass der Friedhof allen möglichen Personen in den Abendstunden als "Asyl und Schlupfwinkel" dient, "deren Absicht es ist das Licht zu scheuen".

 - 1872 -   [nach oben]

An der Leipziger Straße in Sudenburg wird der Südfriedhof eröffnet, hauptsächlich von Magdeburgern genutzt. Heute gehört der Friedhof zum Stadtteil "Leipziger Straße".

 - 1873 -   [nach oben]

04.05.: Aus einem Schreiben der Magdeburger Armendirektion an den Kirchenvorstand geht hervor, dass das Totengräberhaus in der Friedenstraße fertig gestellt ist und bereits durch den Totengräber Florstedt bezogen wurde. Das Haus wurde von der Stadt Magdeburg aus Mitteln der Zincke-Grabgewölbestiftung auf kirchlichem Grund erstellt, für 1.922 Taler, 19 Silbergroschen und 3 Pfennige. Aus dem Schreiben geht auch hervor, dass die Stadt bereit ist, auf Kosten der Grabgewölbestiftung, eine von der Kirchengemeinde gewünschte Mauer gegen die Straße zu errichten, als Sichtschutz für den "Abtritt" (Anm.: Das Plumpsklo auf dem Hof des Totengräberhauses).
Eine Einigung über die Trägerschaft des Hauses stand noch aus. Die Verhandlungen werden sich über 15 Jahre hinziehen, bis 1888.
[Quelle: Archiv Kirchspiel Süd]
Anm.: Bis 1873 galt in Preußen: 1 Taler = 30 Silbergroschen (Sgr), 1 Silbergroschen = 12 Pfennig. Mit dem Deutschen Münzgesetzt vom 09.07.1873 wurde die (Gold-)Mark eingeführt.

 - 1875 (?) -   [nach oben]

Pfarrer Hesekiel beantragt bei der Kirchengemeinde die Einfriedung des Friedhofs, um ihn gegen die Störung der Ruhe zu schützen. Durch den Gemeindekirchenrat wird der Bau einer Einfriedungsmauer an der Friedenstraße beschlossen. Der Magdeburger Bürgermeister Hasselbach genehmigte dafür Gelder aus der Zincke-Grabgewölbestiftung.

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Die um 1875 errichtete Einfriedungsmauer an der Friedenstraße.
Links im Bild das alte Totengräberhaus und der Friedhofszugang.

 - 1877 -   [nach oben]

Die fortschreitende Bebauung der Friedenstraße führte zu neuen Problemen auf dem Friedhof. Man konnte kaum noch neue Grabstellen anlegen, da man damit den Häusern zu nahe gekommen wäre. Nach langen Verhandlungen konnte die Kirchengemeinde das hinter dem Friedhof gelegene Ackerstück der Firma Müller und Weichsel erwerben und so den Friedhof erweitern.

 - 1888 -   [nach oben]

05.01.: Nach Durchsicht des Zincke-Testamentes stellte Pfarrer Dr. Wolff fest, dass einige Punkte des Vermächtnisses noch immer nicht erfüllt waren. Auch machte das Gewölbe auf dem Friedhof einen traurigen Eindruck. Pfarrer Dr. Wolff verglich es mit einem Kötnerhaus, "das bei einer Überschwemmung bis dicht unter das Dach im Erdboden versunken ist". Auch stellte er fest, dass von dem im Testament festgelegten eisernen Gitter mit goldenen Knäufen jede Spur fehlte.
Da bei der Kirchengemeinde der Wunsch bestand für den Friedhof eine Trauerkapelle zu errichten, beantragte man beim Magdeburger Magistrat die Überbauung des Grabgewölbes mit einer Kapelle. Diese wurde mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 21.06.1888 genehmigt. Da die Kapelle dem Schutz des Zincke'schen Grabgewölbes dient, wurden für den Bau Gelder aus der Grabgewölbestiftung bewilligt.

14./28.09.: Nach 15 Jahren einigen sich die Kirchengemeinde und die Stadt Magdeburg vertraglich über die Trägerschaft des ab 1872 (?) erbauten Totengräberhauses in der Friedenstraße: Die Kirchengemeinde überlässt den Grund und Boden des Hauses der Zincke'schen Grabgewölbestiftung, vertreten durch den Magistrat der Stadt Magdeburg. Der Kaufpreis von 700 Mark wird jedoch erst fällig, wenn die Nutzung des Friedhofs aufgegeben wird. Die Stiftung übernimmt die Instandhaltung des Hauses und Grundstücks, sowie alle anfallenden Lasten und Abgaben. Das Haus wird dem jeweiligen Totengräber der Kirchengemeinde und seiner Familie zur völlig freien Nutzung übergeben. [Quelle: Archiv Kirchspiel Süd]

 - 1891 -   [nach oben]

11.01.: Die fertig gestellte Friedhofskapelle wird eingeweiht.
Die Baukosten betrugen 11.000 Mark. Bei der Überbauung des Zincke'schen Grabgewölbes wurden unter der Kapelle 4 weitere Kammern zur Aufnahme der Särge verstorbener Bürger angelegt.
Anm: Meines Wissens wurden diese jedoch nie belegt.

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Die Friedhofskapelle von 1891.
Im Sockelbereich die Belüftungsöffnungen des Grabgewölbes.

 - 1897 -   [nach oben]

Die ständig weiter wachsende Bevölkerung Sudenburgs führte zu Problemen mit den Bestattungen auf dem Sudenburger Friedhof. Bis 1895 war die Bevölkerungszahl bereits auf  28.940 Einwohner gestiegen. Der Friedhof hatte seine Kapazitätsgrenzen erreicht und eine größere Erweiterung war nicht mehr möglich. Die Gemeinde kaufte deshalb Ackerflächen an der "Kroatenwuhne" und legte dort eine neue Begräbnisstätte für die Sudenburger an, die als  "Neuer Friedhof" bezeichnet wurde. Der Eingang befindet sich an der Einmündung der Kroatenwuhne in die Braunschweiger Straße. Am 31.03.1897 wurde der "Neue Friedhof" von Superintendent Trümpelmann geweiht. Der zentrale Sudenburger Friedhof an der Kirchhofstraße trägt seither die Bezeichnung "Alter Friedhof".

 - 1907 (?) -   [nach oben]

Die Anlage der Kurfürstenstraße (heute Heidestraße) im Jahre 1886 machte eine neue Einfriedungsmauer von 15 m Länge erforderlich. Sie wurde zwischen dem Eckhaus der Kurfürstenstraße (Nr. 19) und der 1895 erbauten Krakau'schen Villa am Königsweg 9a (heute Salzmannstraße) erbaut.

 - 1908 -   [nach oben]

Im Jahre 1908 konnte, aus großzügigen Spenden Sudenburger Bürger an die Ambrosiusgemeinde, die Befestigung des Weges vom Tor in der Kirchhofstraße bis zur Friedhofskapelle finanziert werden, der nach Regenfällen ständig aufweichte. Zu den Spendern gehörten die Fabrikanten Dürrfeld, Laaß, Liebau, Röhrig, der Kaufmann Drenckmann und viele andere Sudenburger Händler und Bürger.

 - 1913 (?) -   [nach oben]

Bereits seit 1905 gab es Bestrebungen, den geschlossenen Haupteingang des Friedhofs in der Kirchhofstraße zu reaktivieren. Die Gemeinde wünschte sich einen Abriss des 1836 von Peter Zincke errichteten Hauses, das zwar inzwischen sehr heruntergekommen, aber noch immer  dem königlichen Polizeipräsidium überlassen war. Die Polizei forderte für die Ablösung des Nutzungsrechts 14.500 Mark. Nach langen Verhandlungen konnte man sich einigen und die städtischen Behörden bewilligten die erforderlichen Mittel. Makabererweise entstammten die bewilligten Mittel aus Zinkes Grabgewölbestiftung.
Anm.: Dem Abriss des in die Jahre gekommenen Hauses hätte Zincke vielleicht zugestimmt, aber mit seinen Stiftungsmitteln das Nutzungsrecht der Polizei freizukaufen, die das Gebäude über die Jahre verkommen ließ, hat wahrscheinlich in seinem Grabgewölbe den Sarg wackeln lassen...
Das Haus konnte nun also abgerissen werden und an seiner Stelle wurde das heutige Portal erbaut: Ein Torbogen aus Muschelkalk. Das Tor in der Friedenstraße wurde nun wieder geschlossen.

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Der "neue" Haupteingang in der Kirchhofstraße.
Die Hauptzufahrt befindet sich heute jedoch in der Friedenstraße.

 - 1939 -   [nach oben]

Der Friedhof wird zur besseren Übersicht in 10 Felder eingeteilt. Diese Einteilung hat bis heute Bestand.

 - 1946 -   [nach oben]

Von der Stadtverwaltung konnte ein südlich gelegenes Grundstück (Friedenstraße/Kuhgang) erworben werden und der Friedhof erfuhr somit eine Erweiterung um 8 m (Feld 11). In gleichen Jahr wurde von Pfarrer Bohn auch die Einfriedung des neuen Feldes beantragst und genehmigt. Dies wurde notwendig, da der Friedhof wieder als Durchgangsweg von der Friedenstraße zur Halberstädter Str. genutzt wurde und es dadurch zu Verschmutzungen des Friedhofs und zu Beschädigungen an den Gräbern kam. Auch hatten Kinder den nun offenen Friedhof als Spielplatz für sich entdeckt.
Leider wurde die Einfriedungsmauer nicht im Stil der alten Bruchsteinmauer weitergeführt, sondern mit Betonplatten ausgeführt. Nun gut, zumindest wurde die Lücke geschlossen und die Ruhe des Friedhofs damit wieder hergestellt.
Später kam noch das Feld 12 hinzu, das jedoch nur aus einem schmalen Streifen besteht, entlang der 1997 erbauten Reihenhaussiedlung an der Straße "Am Stadion". Bei diesem Feld 12 dürfte es sich um die Wegfläche des ehemaligen "Kuhgang" handeln, der durch die Erweiterung des Friedhofs (Feld 11) unterbrochen wurde. Der als "Kuhgang" bezeichnete Weg verband die Friedenstraße mit der Salzmannstraße.

 - 1955 -   [nach oben]

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 - 1989-91 -   [nach oben]

Unter Pfarrer Hüllmann wird die Friedhofskapelle renoviert.

 - 1993 -   [nach oben]

Der Friedhof führt die anonyme Urnenbestattung "auf der grünen Wiese" ein.
Die Grünfläche der  UGA (UrnenGemeinschaftsAnlage) wird direkt gegenüber der Friedhofskapelle angelegt.

 - 2009 (?) -   [nach oben]

Eine neue Einfriedungsmauer mit Zugangstür ersetzt die abgebrochene, im Jahr 1907 (?) erbaute Mauer in der Salzmannstraße.

 - 2011 -   [nach oben]

Hinter der Fläche der UGA (Urnengemeinschaftsanlage) wird ein Kolumbarium errichtet.
Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsanlage, die aus reihenweise übereinander angebrachten Kammern zur Aufnahme von Urnen besteht. Zur Aufhebung der Anonymität können die Sichtplatten der einzelnen Kammern, zum Gedenken an die Verstorbenen, beschriftet werden. Die Ursprünge dieser Begräbnisform führen zurück bis in das alte Rom des 1. Jahrhunderts.

 - 2012 -   [nach oben]

Ein zweites Kolumbarium kommt hinzu.

 - 2014 -   [nach oben]

Ein drittes Kolumbarium kommt hinzu.

Offene Fragen:
- Verlauf der Friedenstraße bei ihrer Entstehung? Wann genau wurde sie angelegt?
- Eingang verlegt in die Friedenstraße. Wann genau?
- Friedhofswärterhaus: Von wann bis wann wurde es als Verwaltungsgebäude genutzt? Wann wurde es neu eingedeckt?

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aktualisiert: 21.08.2015