Die Industriegeschichte Sudenburgs

Firmenblatt: Bearbeitungsstand: 26.06.2016

Georg Becker & Co., Maschinenfabrik, Förderanlagen

und

Gebrüder Becker & Co., Metallwaren- und Schraubenfabrik

Firmendaten:

Gründung - Ende: 1907 - 1950
Gründer: Ernst Georg Becker (* 01.09.1878 in Amsdorf; † 19.01.1953 in Magdeburg)
Standort(e): Sudenburger Wuhne Nr. 49/51, 1926-35 auch Fichtestraße 29a
Metallwaren- und Schraubenfabrik Gebr. Becker & Co.: Langer Weg 40
Produkt(e): Spezialfirma für Transportanlagen. Herstellung von Anlagen zur Förderung von Massen- und Stückgütern, vorwiegend für den Einsatz in der Kohle-, Kali-, Zucker- und Zementindustrie. Beckers Betrieb entwickelte sich zum Branchenführer in Mitteldeutschland.
Bemerkungen: Georg Becker & Co. kann als Vorgänger der heutigen FAM - Förderanlagen Magdeburg (FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH) angesehen werden. Das weltweit tätige Unternehmen ist heute einer der größten privaten Arbeitgeber Magdeburgs.

Biografische Informationen zum Firmengründer Georg Becker

Firmenlogo Georg Becker & Co.
Firmenlogo der Maschinenfabrik Georg Becker & Co.
[Bildquelle: Firmenkatalog Nr. 50 von 1935]

Firmenchronik:

Jahr: Ereignis:
1907 Die Firmengeschichte beginnt bescheiden. Nach kaufmännischer Lehre und Tätigkeit, später auch als Geschäftsführer in der Sudenburger Maschinenfabrik Gebrüder Commichau, macht sich Georg Becker 1907 selbstständig und gründet ein Handelsgeschäft im Erdgeschoss des Hauses Halberstädter Straße 142 (Ecke Ambrosiusplatz). Zum Sortiment gehören u.a. Elevatorenbecher, Schiffsketten und Transportgeräte, die er von verschiedenen Herstellern bezieht und weiterverkauft. Zu den Hauptkunden zählen die Zuckerfabriken in der Magdeburger Börde, sowie Betriebe der Kalk- und Zementindustrie in den umliegenden Regionen.

Geschäft Becker Halberstädter Straße
Das Handelsgeschäft Halberstädter Straße 142. In der Tür der Geschäftsgründer.
Bild: © M. Mahrenholtz, Braunschweig.
1911 [5] Gründung der "Maschinenfabrik Georg Becker & Co."
Die Abhängigkeit von den Lieferanten bezüglich Preis, Qualität und Lieferzeiten, brachte Becker auf die Idee, seine Waren selber zu produzieren. Den nötigen technischen Sachverstand hatte er sich autodidaktisch während seiner Tätigkeit bei den Gebr. Commichau erworben. 1910 kann Becker den Ingenieur Paul Schulz als Teilhaber gewinnen. Als offene Handelsgesellschaft wird die Firma "Georg Becker & Co" gegründet. 1911 erwirbt Becker ein großes Ackergrundstück (Sudenburger Wuhne 49/51) nahe dem Sudenburger Bahnhof, errichtet eine erste Fabrikhalle und stattet sie mit den notwendigen Maschinen aus. Die Maschinenfabrik Georg Becker & Co. nimmt ihre Produktion auf.
Anm.: Die Lage der Fabrik war zunächst als "am Sudenburger Bahnhof" beschrieben, die Nummerierung des Grundstücks an der Sudenburger Wuhne erfolgte erst in den 1930er Jahren.
Nach nur vier Jahren gibt Paul Schulz 1914 seine Teilhaberschaft auf und Georg Becker wird Alleininhaber. Dank Beckers Engagement und Umsicht gewinnt die Fabrik in der Folgezeit schnell an Bedeutung.

Betriebsansicht Georg Becker & Co. Sudenburger Wuhne
Die Fabrik an der Sudenburger Wuhne. Aufgenommen nach 1945.
Rechts im Bild die benachbarte Maschinenfabrik Emil Wieger.

Bild: © M. Mahrenholtz, Braunschweig.

Sein erworbenes Fachwissen nutzend, entwickelt Becker den Betrieb zu einer Spezialfirma für Transportanlagen zur Förderung von Stück- und Massengütern, speziell für die Kohle-, Zucker-, Zement-, Kalk-, Kali-, chemische und Erzindustrie. Nach dem Ersten Weltkrieg, der 1918 endete, unternimmt Becker Auslandsreisen, um sich über die neuesten Entwicklungen im Transportanlagenbau zu informieren. In den USA lernt er auch neue Methoden der Werbung kennen, die er nach Rückkehr für sein Unternehmen nutzt. [4]

Der Firmenkatalog Nr. 26 von 1923 gibt darüber Auskunft, dass B. den Versuch unternimmt, das Absatzgebiet auf ganz Westeuropa auszuweiten. Der zweisprachige, in deutscher und französischer Sprache gestaltete Katalog der "Spezialfabrik für Transportanlagen" nennt folgende Vertreterstandorte:
Amsterdam, Athen, Brüssel, Christiania, Danzig, Helsingfors, Kopenhagen, London, Madrid, Mailand, Paris, Stockholm und Zürich.
Anm.: Möglicherweise war dies ein Versuch den negativen Auswirkungen der Inflation im Deutschen Reich entgegenzuwirken, die Folge des Ersten Weltkriegs war. Ob sich der gewünschte wirtschaftliche Erfolg einstellte ist unbekannt. Das Hauptabsatzgebiet bleibt weiterhin der deutschsprachige Raum.

Im Zuge der Firmenexpansion werden nach und nach weitere Fabrikhallen auf dem Firmengelände errichtet. Um auch zukünftig erweitern zu können, erwirbt Becker vorausschauend eine angrenzende Ackerfläche (ca. 18.000 qm), die er verpachtet, und einen ebenfalls angrenzenden großen Obst- und Gemüsegarten (ca. 7.500 qm), den er selber nutzt.
1920 Gründung der „Metallwarenfabrik Gebrüder Becker & Co.“
Gemeinsam mit Schwager Otto Hoppe und seinem jüngsten Bruder Richard Becker gründet Georg Becker einen weiteren Betrieb, der zugleich als Zulieferer für die bereits bestehende Fabrik gedacht ist. Die Metallwarenfabrik Gebrüder Becker & Co. (später "Metallwaren- und Schraubenfabrik", dann "Schraubenfabrik") bezieht zunächst als Mieter das stillgelegte Gewerbegrundstück Langer Weg 40 in Sudenburg. [1]

Gebrüder Becker Langer Weg
Das sanierte Gebäude Langer Weg 40. (Dez. 2012)
Der alte Firmenschriftzug "Gebrüder Becker & Co." an der Fassade wurde erhalten.

Bereits nach wenigen Jahren scheidet Otto Hoppe als Teilhaber aus und die Beckers führen die Metallwarenfabrik alleine weiter. [1]
1926 Kauf des Fabrikgeländes Fichtestraße 29a.
Im Zuge der weiteren Expansion stoßen die Beckerschen Unternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen. Becker erwirbt daher das Gewerbegrundstück Fichtestraße 29a, mit dem darauf befindlichen Fabrikgebäude. Das Gebäude hatte 1886 der Maschinenfabrikant Eduard Bendel errichten lassen. Zuletzt war dort die Mitteldeutsche Maschinenbau GmbH ansässig. [4]

Gebrüder Becker Langer Weg
Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude Fichtestraße 29a. (Dez. 2012)

Am neuen Standort werden nicht nur Transportanlagen für Georg Becker & Co. gefertigt, sondern auch Produkte für die Metallwarenfabrik Gebr. Becker & Co. hergestellt.

Firmenwerbung Gebrüder Becker & Co.
Auszug aus Werbeblatt Gebrüder Becker & Co. [Bildquelle: Archiv Sudenburg-Chronik]
1929 "Schwarzer Freitag"
Im Oktober bricht die New Yorker Börse ein und löst eine Weltwirtschaftskrise aus. Viele Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit sind die Folge. Becker geling es, seine Unternehmen gut durch diese schwere Zeit zu bringen. In Not geratenen Mitarbeitern hilft er uneigennützig, indem er die Familien durch Lieferung von Kohlen und Kartoffeln unterstützt.
Bis Mitte der 1930er Jahre entwickelt sich "Georg Becker & Co." zum führenden Hersteller von Transportanlagen in Mitteldeutschland. Das Absatzgebiet erweitert sich stetig. [4]
1935 Aufgabe des Standortes "Fichtestraße".
Durch den Bau einer neuen großen Werkhalle kann die ausgelagerte Produktion wieder an die Sudenburger Wuhne verlegt werden. Das Fabrikgelände Fichtestraße 29a wird nicht mehr benötigt und an die Firma Polte verkauft, die dort bis 1945 Geschosshülsen produziert.
Unklar. Möglicherweise auch zunächst Verkauf an die Stadt Magdeburg. Nach Baumann, "Schicklgruber's Magdeburg", 2015, S. 199 verkaufte die Stadt Magdeburg im Februar 1938 den Großteil des Grundstücks Fichtestraße 29a an Fa. Polte (8.100 qm) und einen kleineren Teil an die benachbarte Lackfabrik Raßbach & Kralle (1.800 qm) für zusammen 125.000 RM.

Die Ideologie der Nationalsozialisten, die 1933 an die Macht gekommen waren, ist nicht die Georg Beckers. Ganz im Gegenteil: Der sozial und kirchlich sehr engagierte Becker stellt ab 1935 mehrfach Personen ein, die von "linientreuen" Betrieben entlassen wurden, da sie sich gewerkschaftlich, kommunistisch oder sozialdemokratisch betätigt hatten. [4]
1937 Richard Becker verstirbt. Georg Becker wird Alleininhaber der Metallwarenfabrik Gebrüder Becker & Co., Langer Weg 40. [1]
1938 Beckers Sohn Georg Becker Junior wird Teilhaber der Maschinenfabrik Georg Becker & Co. Er erhält einen kleinen Anteil an der Firma und eine Gewinnbeteiligung. [1]
  Kauf des Grundstücks Langer Weg 40.
Familie Becker erwirbt das Grundstück am Langen Weg. Eigentümer von Grund und Gebäuden wird jedoch nicht Georg Becker, sondern seine Ehefrau Toni. Die Metallwarenfabrik Gebrüder Becker & Co. wird Pächter der Gewerbeimmobilie. [1]
Zum Grundstück gehört auch ein Mietshaus, in dessen Erdgeschoss das Gasthaus "Deutscher Kaiser" betrieben wird. [2]
  Das Unternehmen floriert, die gute Qualität der Produkte hatte sich herumgesprochen. Das anfangs auf den Magdeburger Raum begrenzte Absatzgebiet hat sich fast auf das gesamte Reichsgebiet ausgedehnt, vom nördlichen Schleswig-Holstein bis nach Süddeutschland. Renommierte Unternehmen wie die Südzucker AG und die Zementwerke Eduard Schwenk in Ulm gehören zur Kundschaft, aber auch Magdeburger Großbetriebe wie z.B. Krupp-Gruson und Schäffer & Budenberg. [1]
Der direkte Kontakt zu entfernterer Kundschaft wird über regionale Vertreter gehalten. So können die Kunden stets mit aktuellen Katalogen versorgt und über Verbesserungen und neue Produkte informiert werden.

Kataloge Georg Becker & Co.
Kataloge der Maschinenfabrik Georg Becker & Co.
Bildquelle: Archiv Sudenburg-Chronik.
1939-45 2. Weltkrieg: Beckers Betriebe stellen zwar keine Rüstungsgüter her, jedoch wird die Produktion als so bedeutend angesehen, dass seinen Unternehmen wegen des kriegsbedingten Arbeitskräftemangels auch "Fremdarbeiter" (ausländische Zwangsarbeiter) zugewiesen werden. Zu ihrer Unterbringung lässt Becker ein ehemaliges Lagergebäude auf dem Fabrikgelände zu Wohnzwecken umbauen und mit Küche und Toilette ausstatten.
Da Rüstungsbetriebe bei der Belieferung Priorität haben, wird die Materialbeschaffung im Laufe des Krieges zunehmend schwieriger. [4]
1945 18.04.: Kriegsende in Sudenburg
Mit dem Einmarsch amerikanischer Truppen enden in Sudenburg am 18.04. die Kriegshandlungen, am 19.04. ist das gesamte westelbische Magdeburg besetzt. Der ostelbische Teil der Stadt wird etwas später von sowjetischen Truppen besetzt und die amerikanischen Besatzungstruppen im Westteil werden durch britische abgelöst.

Bilanz der Kriegszeit:
Die Maschinenfabrik ist durch die Luftangriffe und Kämpfe um Magdeburg im Vorfeld des Einmarsches nur gering beschädigt. Schwerster Schaden ist die Zerstörung des kaufmännischen Büros. Insgesamt 45 Mitarbeiter sind im Krieg gefallen oder bei Luftangriffen ums Leben gekommen. [1]
Die Metallwaren- und Schraubenfabrik Gebrüder Becker & Co. im Langer Weg 40 und auch die Familienvilla in der Westendstraße 29 sind unbeschädigt.
  01.07.: Die Briten ziehen ab und übergeben den Westteil Magdeburgs vertragsgemäß an das sowjetische Militär.
Im November/Dezember wird ein großer Teil der Häuser der Westendstraße (ab 1948 Klausenerstraße) von der sowjetischen Stadtkommandantur beschlagnahmt. Betroffen ist auch das Haus Nr. 29 von Georg Becker. Die Familie muss das Gebäude binnen 24 Stunden räumen und bezieht notgedrungen das ehemalige Zwangsarbeitergebäude auf dem Firmengelände an der Sudenburger Wuhne.
Anm.: 1994 erhalten Beckers Nachkommen das inzwischen denkmalgeschützte Gebäude zurück und lassen es denkmalgerecht sanieren.

Villa Becker Klausenerstraße 29
Die sanierte Fabrikantenvilla Klausenerstraße 29. (Dez. 2012)
  Die Produktion kommt nach Kriegsende fast zum Erliegen. Die öffentliche Infrastruktur ist größtenteils zerstört, die Geschäftskonten sind eingefroren und die Firmen können nicht zahlen. Notwendiges Material kann nicht beschafft werden. Die Fabrik behilft sich mit noch vorhandenen Materialreserven und kann die Produktion mit kleineren regionalen Aufträgen notdürftig aufrechterhalten. Kunden sind die Zementfabrik Bernburg und einige Zuckerfabriken aus der Magdeburger Börde. [1]
1946 Schon am 31.10.1945 hatte die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) den Befehl Nr. 124 erlassen, wonach die Konfiszierung der Vermögen kapitalistischer Konzerne, Großbanken, Versicherungen, nationalsozialistischer Organisationen und deren Funktionären angeordnet wurde. Der Befehl wurde von den Militärbehörden extensiv ausgelegt, erst recht von den neuen Machthabern. Diese - indoktriniert durch die SMAD - beschlossen, das sowjetische Wirtschaftssystem einzuführen und die in Privatbesitz befindlichen Großbetriebe und leistungsstarken mittelständischen Unternehmen in staatliche Hand zu bringen, möglichst auch das Vermögen der Besitzer. Georg Becker ahnte nicht, dass auch er betroffen sein würde. [1]
  Ein erstes Anzeichen der neuen politischen Verhältnisse bekommt Becker bereits im Februar zu spüren:
Auf Drängen der KPD (später SED) muss er am 02. Februar den Arbeiter Hugo E. zum "Betriebsassistenten mit Aufsichtsrecht" befördern. In seinen Aufzeichnungen beschreibt ihn Becker als "fanatisches Parteimitglied", das nach dem politischen Umbruch ständig gegen ihn und seinen Sohn intrigierte. Gutherzig hatte Becker Hugo E. 1935 einen Arbeitsplatz geboten, nachdem dieser wegen "politischer Unzuverlässigkeit" von seinem linientreuen Arbeitgeber entlassen worden war. So wurde es ihm gedankt. [1]
  Bereits am 30.09.1946 wird eine Enteignung von Georg Becker jun. beschlossen, die dessen geringfügigen Anteil an der Firma Georg Becker & Co. betrifft. Erst neun Monate später, am 28.06.1947 wird dieses Schreiben zugestellt. Dass die Enteignung vom Wortlaut des SMAD-Befehls Nr. 124 nicht gedeckt ist, interessiert die Verantwortlichen wenig. Alle Widersprüche des Juniors werden zurückgewiesen. Die Beckers können sich nicht dagegen wehren. [1]
  Die Unterstützungskasse wird beschlagnahmt.
Die von Becker für seine Angestellten gegründete Unterstützungskasse, ein Vermögen von ca. 42.000 Reichsmark, wird vom Land Sachsen-Anhalt beschlagnahmt. Die Unterstützungskasse wird zunächst unter staatlicher Kontrolle aufrechterhalten, später jedoch aufgelöst. Die für die Mitarbeiter bestimmten Einlagen werden vom Land Sachsen Anhalt vereinnahmt. [1]
Anm.: Das Jahr der Auflösung ist unklar. Die Gelder können auch in den Haushalt des im Rahmen der Verwaltungsreform 1952 gebildeten "Bezirk Magdeburg" geflossen sein.
1947/48 Wohl die Erfahrungen aus der Zeit nach Ende des Ersten Weltkriegs bewegen Becker trotz der schwierigen Bedingungen in das Werk zu investieren. Damals hatte es eine extreme Geldentwertung (Hyperinflation) und nachfolgend eine Währungsreform gegeben. Becker investiert vorausschauend in Sachwerte. Der Betrieb an der Sudenburger Wuhne erhält neben einer neuen Fabrikhalle auch einen eigenen Gleisanschluss an die nahegelegene Bahnstrecke Magdeburg-Braunschweig. Was sich auch hinter seinem Rücken zusammenbraut, kann er nicht ahnen.

Anschlussgleis der Firma an Bahnline
Anschlussgleis an die Bahnstrecke Magdeburg-Braunschweig.

Etwa zu dieser Zeit entstanden auch folgende Fotos aus der Produktion:

Becker Produktion 1 Becker Produktion 2
Ganz rechts im linken Bild ist Georg Becker zu sehen.
Alle drei Bilder: © M. Mahrenholtz, Braunschweig.
1948 02.07.: Der Firmenanteil von Becker jun. wird an die VVB ABUS übertragen. [1]
Die "Vereinigung Volkseigener Betriebe für die Ausrüstung von Bergbau und Schwerindustrie" war kurz zuvor gegründet worden, um die enteigneten Betriebe dieser Branche unter staatlicher Lenkung zusammenzufassen. Zuvor war bereits die benachbarte Maschinenfabrik Emil Wieger, die bereits kurz nach Kriegsende enteignet und teilweise demontiert worden war, als VEB Transportanlagen Magdeburg der ABUS unterstellt worden. Mit dem winzigen Firmenanteil von Becker jun. hat sie nun auch bei "Georg Becker & Co." einen Fuß in der Tür.
Nach einer Geheimanordnung der sowjetischen Militäradministration waren auch teilenteignete Betriebe als "Volkseigentum" zu betrachten. Entsprechend verhält sich die ABUS in der Fabrik auch. Becker kann dies natürlich nicht wissen und nimmt den Kampf um sein Lebenswerk auf.
Um den Schein der Rechtmäßigkeit zu wahren, muss die ABUS noch irgendetwas finden, um gegen Becker sen. vorgehen zu können. Das erweist sich als schwierig, da sich dieser nichts hat zu Schulden kommen lassen.
  01.09.: Feier zum 70. Geburtstag Georg Beckers.
Trotz der angespannten Situation in der Firma organisiert die Belegschaft eine große Feier für den beliebten Jubilar. Die große Montagehalle wird extra ausgeräumt, geschmückt und mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Es gibt Reden, ein Kulturprogramm und Freibier. [1]
  03.09.: Der Druck auf Georg Becker sen. durch die ABUS wird verstärkt.
Nur zwei Tage nach der Feier wird Becker schriftlich durch die ABUS angewiesen, sich einer Alleingeschäftsführung und -zeichnung zu enthalten. Er habe die Firma nur gemeinsam mit Herrn Hugo E. zu führen und Geschäftsbriefe nur mit ihm gemeinsam zu unterzeichnen. [1]
  November: Löschung aus Handelsregister und Grundbuch.
Becker jun. wird als Firmeneigentümer aus dem Handelsregister gelöscht und Becker sen., obwohl von der Enteignung gar nicht betroffen, gleich mit.
Auf Weisung des Ministeriums des Inneren in Halle wird ohne Beckers Wissen auch das Grundbuch geändert. Die Flurstücke werden anweisungsgemäß in "Eigentum des Volkes" geändert. Dass die Flurstücke nicht Eigentum der Firma Georg Becker & Co., also der oHG, sondern persönliches Eigentum Georg Beckers sen. sind, ist für die Verantwortlichen kein Hinderungsgrund. Faktisch wird durch diesen Akt persönlicher Besitz Beckers unrechtmäßig enteignet. Beckers Proteste und Einsprüche gegen dieses Unrecht werden letztendlich von den Behörden ignoriert. [1]
1949 Januar: Das Werk wird unauffällig durchsucht.
Eine Kommission aus Funktionären der SED, der staatlichen kontrollierten Gewerkschaft FDGB und der inzwischen ebenfalls politisch kontrollierten Betriebsgewerkschaftsleitung erscheint in der Fabrik. Jeder Winkel der Fabrik wird in Augenschein genommen und auch die Bücher werden eingesehen. Das Ziel war klar, man will endlich einen Aufhänger gegen den Firmengründer finden.
Man teilt Becker zum Abschluss mit, dass im Auftrag der Verwaltung zum Schutz der volkseigenen Betriebe nun auch zur Enteignung dieses Betriebes geschritten werden müsse. - Becker ist geschockt. - Ein Einspruch würde nichts nützen, da die Enteignung bereits früher ausgesprochen worden wäre. Er solle sich an die ABUS wenden, um die endgültige Regelung der Angelegenheit zu verhandeln. Abschließend wird ihm mitgeteilt, ein Herr Peters sei beauftragt worden, die Übergabe und Einarbeitung seines Nachfolgers durchzuführen.
Das Gehörte ist völlig neu für Georg Becker und trifft ihn tief. [1]
Für Becker steht jedoch fest, dies nicht einfach so hinzunehmen. Er wird um sein Lebenswerk kämpfen, das er sich in 40 Jahre mit viel Einsatz und Risikobereitschaft aufgebaut hat.
Die Aussagen der Kommission haben vorerst noch keine Auswirkungen. Die Kommission zieht unverrichteter Dinge wieder ab, Belastendes konnte nicht gefunden werden.
  04.02.: Enteignungsurkunde Becker jun. wird zugestellt.
Der Rat der Stadt Magdeburg händigt Becker eine Enteignungsurkunde aus, die den Anteil von Georg Becker jun. betrifft. Wörtlich ist vermerkt: "...der Anteil Georg Becker sen. wird zurückgegeben". [1]
Diese Aussage nährt Beckers Hoffnung, dass sich zumindest für ihn noch alles zum Guten wenden wird.
  18.02.: Auftrag für Reparationsleistungen an die Sowjetunion.
Die Firma Georg Becker & Co. war (spätestens 1948) beauftragt worden, im Rahmen des Reparationsprogramms Elevatoren für das Steinkohleprogramm der UDSSR zu liefern. Bei einer Besprechung am 18.02. in der sowjetischen Kommandantur ist die Firma Georg Becker & Co. durch Herrn Jabbusch vertreten, dem neuen von der ABUS berufenen Mitgeschäftsführer. Dieser informiert Becker am folgenden Tag durch Vorlage des Gesprächsprotokolls über das Treffen. Ein Beleg, dass Georg Becker weiterhin in die Geschäftsführung eingebunden und von der ABUS nicht ausgegrenzt ist.
Jabbusch war Ende 1948 von der ABUS zum Nachfolger von Hugo E. berufen worden, der als ungeeignet seines Postens enthoben und wieder zum einfachen Arbeiter degradiert worden war. Jabbusch war auch Geschäftsführer der ABUS in der benachbarten, bereits kurz nach dem Krieg enteigneten Maschinenfabrik Emil Wieger. [1]
  März: Ein schwacher Aufhänger gegen Georg Becker wird gefunden.
Obwohl äußerlich Ruhe herrscht, sind die Kräfte der "Enteignungsfront" weiter aktiv. Der bereits erwähnte Herr Peters hatte sich im Hintergrund intensiv mit den Geschäftsbüchern beschäftigt und war bereits im Februar auf eine Lieferung gestoßen, die man gegen Becker nutzen könnte. Jabbusch, der von der ABUS eingesetzte Mitgeschäftsführer, bittet Becker zu einem Gespräch und um Aufklärung der Angelegenheit. Was war passiert? Bereits 1944 hatte die Fabrik Ersatzteile für die Alsenschen Portland-Zementfabriken in Itzehoe hergestellt, die in den Wirren des Krieges jedoch nicht ausgeliefert werden konnten. 1948 wurden die Ersatzteile unter Mithilfe von Becker jun. geliefert. Mit dem Erlös aus den Ersatzteilen wurden in Hannover Schweißelektroden beschafft, die für die Auftragsbearbeitung dringend benötigt wurden. Ein ganz normaler Vorgang, sollte man meinen.
Nicht jedoch für die neuen Machthaber: Sie interpretieren Itzehoe als Ausland, da es in der britischen Zone liegt. Aus ihrer Sicht hätte Becker eine Ausfuhrgenehmigung vorliegen müssen, die er nicht hat. Das kann man gegen ihn nutzen. Zunächst bleibt es jedoch still. [1]
Anm.: Beckers Sohn hatte nach dem erfolglosen Widerstand gegen seine Enteignung die sowjetische Zone verlassen, um sich weiteren Nachstellungen und Repressalien zu entziehen. In Braunschweig wagte er einen Neuanfang und gründete ein erfolgreiches Handelsunternehmen, das Transportanlagen und Anlagenteile vertrieb.
  07.04.: Georg Becker wird ausgesperrt.
Für Becker aus heiterem Himmel erreicht ihn eine Anordnung des Rates der Stadt Magdeburg, ohne Anrede und Grußfloskel. Der Text lautet:

"In Durchführung der uns von der Landesregierung Sachsen-Anhalt übertragenen
Aufgabe wird hiermit die vorläufige Verwaltung über den Anteil Georg Becker sen.
gemäss §15 der Verordnung über die Bestrafung von Verstössen gegen die Wirt-
schaftsordnung vom 23.9.1948 angeordnet, da der dringende Verdacht besteht, dass
der Mitinhaber des Betriebes, Herr Georg Becker sen. sich eines Vergehens gegen
den §1 Ziffer 1 Abs. 3 schuldig gemacht hat.

Bis zum Abschluss des Verfahrens wird Herrn Becker nebst Angehörigen verboten, die
Betriebsräume und das Werksgelände zu betreten.

Mit der treuhänderischen Verwaltung des Anteils Georg Becker sen. beauftragen wir
hiermit die
        ABUS - Vereinigung volkseigener Betriebe für
        die Ausrüstung von Bergbau und Schwerindustrie
        Halle a. Saale, Merseburgerstrasse 93."


Ein gleichlautendes Schreiben wird zeitgleich auch der Schraubenfabrik Gebrüder Becker & Co. zugestellt. Becker trifft es wie eine Keule. Er wird aus seinen Fabriken ausgesperrt. Wohl um seinen Widerstand zu erschweren wird auch sein privater Telefonanschluss gekappt.
Jabbusch wird zum "Treuhänder" für die Maschinenfabrik bestimmt und somit alleiniger (ABUS-)Geschäftsführer. Auch zur Führung der Schraubenfabrik wird von der ABUS ein Treuhänder bestimmt.
Becker legt sofort Einspruch ein, natürlich ohne Erfolg. Die Stadt, als auch andere Stellen auf die er verwiesen wird erklären sich für nicht zuständig. Er wird von Instanz zu Instanz geschickt und damit hingehalten.
Jabbusch ist bislang immer als ein loyaler Kollege aufgetreten. Er erteilt der Familie Becker die Erlaubnis, das Betriebsgelände zu betreten, die noch immer das ehemalige Zwangsarbeitergebäude bewohnt. Um die Wohnung zu erreichen, muss auch eine Werkhalle durchquert werden.
Becker berichtet später enttäuscht, dass es Jabbusch war, der ihn angezeigt habe. [1]
Anm.: Ob Jabbusch hier alleine oder auf Anweisung der ABUS gehandelt hat ist ungeklärt.
  Juli: Becker wird bei der Kriminalpolizei angezeigt.
Becker wird verhaftet und muss für einige Tage als Untersuchungshäftling im Sudenburger Gefängnis einsitzen. Was die Verhaftung bezwecken sollte, ist unklar. Wahrscheinlich sollte nur zusätzlicher Druck auf Becker ausgeübt werden. Außer der fehlenden "Exportgenehmigung" war Becker nichts vorgeworfen worden. Auch den Gefallen, sich in den Westen abzusetzen, tat Becker seinen Widersachern nicht. In diesem Falle hätten sie ihn legal enteignen können. Becker gibt den Kampf um sein Recht jedoch nicht auf. [1]

Da seine Konten gesperrt waren und er keine Einnahmen mehr hatte, muss Georg Becker um staatliche Unterstützung für die Familie bitten. Man gewährt 350 Mark monatlich, die für Becker, seine Frau, zwei Enkelkinder und die Haushaltshilfe reichen müssen.
  September: Die ABUS will die Beckers vom Firmengrundstück haben.
Ein am 21. September verfasstes Schreiben erreicht Becker. Mit dem Betreff "Ihre Umquartierung" wird die Familie aufgefordert, die Behelfswohnung auf dem Fabrikgelände zu räumen. Als Argument wird die angebliche Absicht der ABUS angeführt, die Räume "unverzüglich im Interesse der Firma in Anspruch zu nehmen". Becker legt Beschwerde ein und lehnt die im Schreiben angebotene Ersatzwohnung ab. Die Beschwerde wird abgelehnt und man besteht weiterhin auf den Auszug. [1]
  25. November: Becker wird erneut verhaftet.
Rückendeckung erhält Becker vom Gemeinderat der Sudenburger Kirchengemeinde St. Ambrosius. Dieser setzt sich am 01.12.1949 mit einer von Pfarrer Rohr unterzeichneten Petition an die Staatsanwaltschaft für eine Haftentlassung Beckers ein. Verwiesen wird u.a. auf Beckers Engagement für die Gemeinde, sein fortgeschrittenes Alter (71) und den Gesundheitszustand seiner Ehefrau. Nach knapp drei Wochen, am 14.12., kommt Becker wieder auf freien Fuß. [1]
1950 Die Beckers räumen die Behelfswohnung.
Um weiteren Repressalien zu entgehen entschließt sich Becker, die Behelfswohnung zu räumen. Er zieht mit Ehefrau, Enkeltochter und Hausgehilfin in eine Vierzimmerwohnung in der Großen Diesdorfer Straße 237, die er vom Schwiegervater seines Sohnes mieten kann. [1]
  Das Aus für "Georg Becker & Co."
Ohne den Ausgang des Gerichtsverfahrens abzuwarten, werden mit Wirkung zum 01.01.1950 Georg Becker & Co. und die benachbarte ehemalige Maschinenfabrik Emil Wieger zusammengelegt. Am 01.02.1950 wird dies der Belegschaft per Aushang offiziell bekannt gegeben. Darin heißt es, dass der teilenteignete ABUS Betrieb Georg Becker & Co durch die ABUS Fabrik für Förderanlagen VEB Magdeburg übernommen wird.
Becker erfährt nach eigenen Angaben erst im April durch Zufall davon. Man hielt es wohl nicht für notwendig, ihn darüber zu informieren. [1]

Laut Magdeburger Adressbuch 1950/51 firmiert der zusammengelegte Betrieb nun als ABUS - Fabrik für Förderanlagen - VEB Magdeburg. Die Verwaltung wird im ehemaligen Wieger'schen Wohn- und Verwaltungsgebäude auf dem Grundstück 47 untergebracht, das zuvor für sowjetische Offiziere (wohl aus der nahegelegenen ehemaligen Enke-Kaserne in der Beimsstraße) beschlagnahmt war. An dieser Adresse ist auch der Betriebsleiter F. Lange gemeldet.
Obwohl das Grundbuch längst umgeschrieben war, wird G. Becker im Adressbuch weiterhin als Eigentümer des Grundstücks geführt. Als Eigentümer der Nr. 47 (ehem. Emil Wieger) ist bereits die ABUS eingetragen.

Wohn- und Geschäftshaus der Firma Emil Wieger
Das sanierte, noch heute von der FAM genutzte ehemalige
Wohn- und Geschäftshaus der Maschinenfabrik Emil Wieger.
Aufgenommen 2015.
1951 25.09.: Freispruch für Georg Becker.
Die ursprünglich für Februar 1950 angesetzte Gerichtsverhandlung war mehrfach verschoben worden. Im Hintergrund wurde mit Hochdruck ermittelt, aber es konnten keine weiteren Belastungspunkte gegen Becker gefunden werden. Trotzdem geht die Staatsanwaltschaft am 25. September 1951 optimistisch in die Verhandlung. Zu ihrer Überraschung wird Becker von allen Vorwürfen frei gesprochen. An der Enteignung ändert dies aber nichts. Die Staatsanwaltschaft erkennt das unerwünschte Urteil nicht an und legt beim OLG (Oberlandesgericht) Halle Revision ein. [1]
1952 12.05.: Das Urteil wird aufgehoben.
Das OLG, die alten Richter waren inzwischen "abgelöst" worden, hebt den Freispruch auf und verweist den "Fall" zur erneuten Verhandlung zurück an das Amtsgericht. Die für den 14. Juli angesetzte Verhandlung muss zweimal wegen Georg Beckers Gesundheitszustand verschoben werden. Seit April 1952 ist er in ärztlicher Behandlung. Die Ereignisse der letzten Jahre sind Georg Becker auf den Magen geschlagen. Er leidet an einer hartnäckigen Gastritis (Magenschleimhautentzündung), die ihm körperlich zunehmend zu schaffen macht. [1]
1953 19.01.: Georg Becker verstirbt.
Die Ereignisse der vergangenen Jahre hatten Georg Becker stark zugesetzt. Enteignung, Haft und der permanent auf ihn ausgeübte psychische Druck waren gesundheitlich nicht ohne Folgen geblieben. Am 19.01.1953 verstirbt Georg Becker 74-jährig verbittert in seiner Wohnung Große Diesdorfer Straße 237. [1]
Er wird auf dem "Alten Sudenburger Friedhof" beigesetzt. Die Grabstelle ist dort heute noch erhalten. Die Revision der Staatsanwaltschaft wird wegen Beckers Ableben nicht mehr verhandelt.
  19.02.: Die ABUS wird aufgelöst. Aus den zusammengelegten Sudenburger Betrieben Georg Becker & Co. und Emil Wieger wird der VEB Förderanlagen Magdeburg gebildet.
Die nach Kriegsende verstaatlichte und als SAG (Sowjetische Aktiengesellschaft) geführte Maschinenfabrik A. W. Mackensen (Magdeburg-Neustadt) wird zum VEB Schwermaschinenbau "7. Oktober" Magdeburg. [5]
1959 Die beiden vorgenannten "volkseigenen" Betriebe werden zum "VEB Förderanlagen "7. Oktober" Magdeburg" vereinigt und dem TAKRAF Schwermaschinenbaukombinat zugeordnet.
Anm.: TAKRAF steht als Abkürzung für "Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen".

Straßenschild Georg Becker

Bis zur Deutschen Vereinigung 1990 wird an beiden Standorten produziert. Von zusammen etwa 1.650 Mitarbeitern werden Gurtförderer (Sudenburg) und Krane (Neustadt) produziert, die überwiegend in Kraftwerken und Braunkohletagebauen in den osteuropäischen Ländern des RWG-Raumes zum Einsatz kommen. [5]
1990 01.06.: Neufirmierung in "FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH".
FAM ist zunächst weiterhin eine Tochtergesellschaft des in eine AG umgewandelten Kombinats TAKRAF. Am 26.09.1991 wird die FAM aus dem Konzern ausgegliedert und direkt der Treuhandanstalt unterstellt. Nachfolgend beginnen mehr als einjährige, schwierige Privatisierungsverhandlungen. [5]
1993 01.01.: Die FAM ist erfolgreich privatisiert.
Nach Abschluss der Verhandlungen wird die FAM von der Treuhand an ein Konsortium bestehend aus der DBG-Beteiligungsgesellschaft mbH (49%), der Firma ROLLfam (16%) und den beiden Geschäftsführern Dr. Lothar Petermann und Hartmut Möckel (35%) verkauft. [5]
Heute Stand Februar 2016:
Die FAM hat sich zu einem der größten privaten Arbeitgeber Magdeburgs entwickelt.
Der Produktionsstandort an der Sudenburger Wuhne ist weiterhin Hauptsitz des weltweit tätigen Unternehmens, das als Nachfolger von Georg Becker & Co. angesehen werden kann. Das Firmengelände wurde seit 1993 mehrfach erweitert.
Die alten Werkhallen von Georg Becker & Co. sind bis heute erhalten, jedoch nicht mehr erkennbar. Sie wurden neu verkleidet und optisch den neu entstandenen Hallen und Gebäuden angepasst.
Das alte Wohn- und Verwaltungsgebäude von "Emil Wieger" wird noch bis 2016 von der FAM-Verwaltung genutzt. Am 22.12.2014 erfolgte die Grundsteinlegung für eine neue, moderne Konzernzentrale auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Quellen:

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